Umfragen sehen Potenzial für Stronach

Umfragen sehen Potenzial für Stronach

Neo-Politiker kann vor allem bei den Freiheitlichen Stimmen abziehen - Derzeit könnte sein Team die Vier-Prozent-Hürde locker schaffen.

Aktuelle Umfragen in mehreren Tageszeitungen und von ATV bescheinigen dem Neo-Politiker Frank Stronach und seinem Team ein recht ordentliches Potenzial. Würden am kommenden Sonntag Nationalratswahlen stattfinden, könnte er fix mit dem Einzug ins Parlament rechnen. Auffallend viele Anhänger hat der Austro-Kanadier dabei unter den Freiheitlichen Wählern.

Stronachs Gruppierung wird vom Start weg als mögliche Koalitionspartei gesehen: In einer vom "Standard" veröffentlichten Market-Umfrage geben 40 Prozent der Befragten an, sich das Stronach-Team in der Regierung zu wünschen. Das sind etwa gleich viele, wie sich eine FPÖ-Regierungsbeteiligung wünschen. Der typische Unterstützer für eine Regierungsbeteiligung Stronachs kommt vom Land, ist männlich, mittleren Alters und aus den unteren und mittleren Bildungsschichten. Bei Maturanten, Akademikern, Bauern und Facharbeitern sowie erklärten Grün-Wählern halte sich die Sympathie für den Milliardär hingegen in Grenzen.

ATV kommt auf elf Prozent

Die magische Hürde von vier Prozent, die über parlamentarisches Sein und Nicht-Sein entscheidet, würde das "Team Stronach für Österreich" locker nehmen. "ATV Österreich Trend", durchgeführt von Meinungsforscher Peter Hajek unter 1.000 Wahlberechtigten, sieht die Partei bei aktuell elf Prozent. Die Mittelparteien, vor allem die FPÖ trifft die Kandidatur deutlich. 17 Prozent der FPÖ-Wähler der letzten Nationalratswahl geben an, sie würden heute den Magna-Gründer wählen. Aus der ÖVP-Wählerschaft und der BZÖ-Wählerschaft von 2008 würden jeweils acht Prozent, aus der SPÖ-Wählerschaft fünf Prozent und aus der Grün-Wählerschaft nur vier Prozent wechseln. In der Kanzlerfrage sieht Hajek den Neo-Politiker, der allerdings angegeben hat, gar nicht Bundeskanzler werden zu wollen, bei acht Prozent.

Eine IMAS-Erhebung für die "Kronen Zeitung" attestiert der neuen Partei ebenfalls zehn bis zwölf Prozent. Noch größer sei die Zustimmung auf die Frage, ob es vorstellbar sei, den Milliardär zu wählen. Darauf antworten 30 Prozent mit einem mehr oder weniger klaren "Ja". 32 Prozent sagen auch, es sei positiv, dass jemand wie er "in der Politik mitmischen wird".

Piraten sacken ab

Die Piraten, im Frühjahr durch den Einzug in den Innsbrucker Gemeinderat bekanntgeworden, sind hingegen in der Wählergunst gesunken. Laut Market-Daten meinten im Frühjahr 36 Prozent, die Ziele der Piraten zu kennen, nun sind es nur noch 26 Prozent. Im Mai hätten auch 47 Prozent den Piraten einen Einzug in den Nationalrat gegönnt, heute sind es nur noch 34 Prozent.

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