Turbulente Zeiten für Mayr-Melnhof Holz

Turbulente Zeiten für Mayr-Melnhof Holz

Holz ist für Aktionäre derzeit eine sehr schwierige Materie. Dies gilt auch für nicht börsenotierte Unternehmen wie Mayr-Melnhof Holz.

"Die Lage ist nicht rosig", sagt Richard Stralz, Chef von MM Holz. In ganz Europa gebe es Überkapazitäten, man versuche, die Kosten in den Griff zu bekommen. Für das Vorjahr ist "nicht rosig" noch optimistisch ausgedrückt: Nach FORMAT vorliegenden Zahlen erwirtschaftete das Unternehmen 2012 einen Bilanzverlust von 51 Mio. Euro – bei einem Umsatz von 526 Mio. Euro.

Ein Hauptgrund für das Minus ist das Sägewerk in Russland. Die Troubles haben auch zu personellen Wechseln geführt: Mit Stralz hat Haupteigentümer Franz Mayr-Melnhof VI. im Mai einen neuen CEO geholt, auch Finanzvorstand Thomas Tschol ist neu an Bord. Auffallend: Die Bundesforste, die 25,1 Prozent an MM Holz halten, haben Ulla Reisch neu in den Aufsichtsrat entsandt. Die Wiener Anwältin ist eine Sanierungs- und Insolvenzexpertin.

Auch für die Raiffeisenlandesbank Steiermark, eine der Hausbanken von MM Holz, ist die Entwicklung unerfreulich. Ein Teil ihrer hohen Wertberichtigungen von 90 Mio. Euro in der Bilanz 2012 soll bereits auf das Konto dieses Kunden gehen. Weitere Abschreibungen in den nächsten Jahren sind nicht ausgeschlossen. RLB-Boss Markus Mair will dazu nichts Konkretes sagen. Mit MM Holz muss sich bald sein Nachfolger beschäftigen: Mair wechselt mit 1. Oktober an die Spitze des Medienkonzerns Styria.

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