Tirol und Kärnten wollen nicht spekulieren

Tirol und Kärnten wollen nicht spekulieren

In Tirol und Kärnten gibt es keine riskanten Spekulationsgeschäfte, sagen die zuständigen Politiker und Finanzreferenten. Franken-Darlehen gibt es aber auch dort.

Tirols Landeshauptmann und Finanzreferent Günther Platter (V) hat riskante Spekulationsgeschäfte, die in Salzburg seit Tagen ein politisches Erdbeben zur Folge haben, für sein Bundesland von sich gewiesen. "Wir machen keine Spekulationsgeschäfte, sondern sind immer einen sehr soliden Weg bei Veranlagungen gegangen. Tirol hat eine völlig andere Vorgangsweise als Salzburg gewählt", sagte Platter der APA am Donnerstag am Rande einer Pressekonferenz der Landes-ÖVP in Innsbruck.

Platter betonte, dass das Land weder Derivatgeschäfte am Laufen habe noch in Frankenkredite investiere. Die Finanzierung der Schulden werde in Tirol "ganz normal über regionale Banken abgewickelt", erklärte der Landeshauptmann. Er fügte hinzu, dass es in seinem Bundesland eine jährliche Prüfung des Landesrechnungshofes gebe und keine Vollmachten an Mitarbeiter erteilt würden. Der Landeschef verwies zudem darauf, dass die Ratingagentur Standard & Poor's das Vorjahresrating AA+ von Tirol bestätigt habe. Dem Bundesland werde von der Agentur eine "exzellente Budgetpolitik" und ein "niedriger Schuldenstand" konstatiert.

Das Land Kärnten hat seit dem Jahr 2005 keine Derivate aufgenommen. 89,4 Prozent der Darlehen sind Euro-Kredite, die restlichen 10,4 Prozent Franken-Kredite. „Wir nehmen aber keine neuen Franken-Kredite auf, alte Kredite werden aber durchaus prolongiert“, sagte Horst Felsner, Leiter der Finanzabteilung des Landes Kärnten am Donnerstag zur APA.

17,3 Prozent der Kärntner Landes-Kredite laufen bei Banken, der große Rest von 82,7 Prozent wird über die Bundesfinanzierungsagentur (ÖBFA) abgewickelt. Felsner bekräftigte seinen Wunsch nach der Einrichtung einer Landesfinanzierungsagentur. Seitens der Landesregierung liege diesbezüglich sogar ein einstimmiger Beschluss vor. „Beim Bund sei man aber bisher „auf taube Ohren“ gestoßen. Eine entsprechende Landesfinanzierungsagentur würde Kärnten laut Felsner jährlich „Vorteile von fünf bis sechs Mio. Euro“ bringen.

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