Team Stronach NÖ "überrascht" von Abspaltung in Tirol

Team Stronach NÖ "überrascht" von Abspaltung in Tirol

Die Abspaltung der Tiroler Landespartei von der Bundespartei unter der Führung von Landesobmann Walter Jenewein ist für die Kollegen der Landesgruppe Niederösterreich "überraschend" gekommen.

"Das hat sich nicht so schnell abgezeichnet. Auf der anderen Seite ist die Abspaltung nachvollziehbar, weil man die Landesgruppe beschnitten hat, indem sie zugesperrt wurde", sagte Landesrätin Elisabeth Kaufmann-Bruckberger im Gespräch mit der APA am Donnerstag.

In Niederösterreich habe es indes noch immer keine Antwort auf das von den Mandataren gesendete Ultimatum mit Fragen über die Zukunft an Frank Stronach gegeben. "Das ist nicht erfreulich", kommentierte Kaufmann-Bruckberger. Man habe aber genug zu tun und konzentriere sich auf die politische Arbeit.

Auf die Frage, ob auch in Niederösterreich eine Büroschließung bevorstehen könnte, antwortete die Landesrätin: "Es ist auffällig, dass sich die neue Landesobfrau Renate Heiser-Fischer nicht um die Agenden der Landesgruppe gekümmert hat." Sie sei nicht auf Urlaub, aber auch nicht im Büro. Als Aufbauarbeit könne man das nicht bezeichnen, so Kaufmann-Bruckberger.

"Von Abspaltung kann keine Rede sein"

"Es gibt keine Team-Stronach-Infrastruktur mehr", erklärte die Länder-Koordinatorin Waltraud Dietrich, gleichzeitig geschäftsführende Klubobfrau im Nationalrat. Die in Tirol vermeldete Abspaltung der örtlichen Landesgruppe bestritt sie. Die Büro-Schließung sei von der Bundespartei ausgegangen.

Dietrich argumentierte Mittwochabend im Gespräch mit Journalisten damit, dass es noch einige Zeit bis zu den nächsten für Tirol relevanten Urnengängen gebe. Daher habe man jetzt "das Büro aufgelassen". Von einer Abspaltung könne also keine Rede sein.

Wie es mit den Mitgliedern des Team Stronach Tirol in Zukunft weitergeht, wollte Dietrich nicht einschätzen. Man werde sehen, wer bei einem Neuanfang vor den nächsten großen Wahlen noch dabei sei.

Tirol ist nach Vorarlberg die zweite Landesgruppe des Team Stronach, die zumindest vorübergehend zugesperrt wird. Dabei soll es bleiben. Ihres Wissens gebe es in den übrigen Bundesländern keine entsprechenden Schließungspläne, erklärte Dietrich auf Nachfrage.

Team Stronach-Klubobfrau Kathrin Nachbaur wollte sich am Rande des Plenums nicht äußern.

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