Team Stronach: Das Kärntner Problem ist nun gelöst

Team Stronach: Das Kärntner Problem ist nun gelöst

Bei einer Bundesdirektoriumssitzung am Montagnachmittag in Salzburg wurden unter anderem die Konflikte in der Kärntner Landesgruppe besprochen. Von Abspaltung der Gruppe rund um den als Kärntner Landesparteichef abgesetzten Landesrat Gerhard Köfer war danach keine Rede mehr.

Andrea Krainer wurde zur interimistischen Landesobfrau gewählt. Leichten Ärger gab es hingegen über die Entscheidung von Monika Lindner, die ihr Nationalratsmandat als "wilde Abgeordnete" nun doch annehmen wird.

Noch vor der Sitzung hatte der kürzlich von Frank Stronach zum Kärntner Landesparteiobmann ernannte Siegfried Schalli erklärt, der "legitimierte Landesparteiobmann" in Kärnten zu sein. Mehrere Bezirkschefs übten Kritik an Köfer; sie warfen ihm vor, seit Monaten eine "Absetzbewegung" geplant zu haben. Nach der Sitzung war dann aber alles eitel Wonne: Schalli und Köfer erklärten in einer gemeinsamen Aussendung, der Konflikt sei mit der Entscheidung für Krainer beendet. Die Juristin soll nun bis zu einer Mitgliederversammlung die Geschäfte der Kärntner Landesgruppe führen.

Gewählt wurde in der Direktoriumssitzung auch ein neues, sechsköpfiges "Bundesparteipräsidium". Neben der stellvertretenden Bundesparteichefin Kathrin Nachbaur gehören diesem Gremium auch der Nationalratsabgeordnete Georg Vetter, die steirische Landesparteiobfrau Waltraud Dietrich, die niederösterreichische Landesparteiobfrau Renate Heiser-Fischer sowie Köfer und der Salzburger Landesrat Hans Mayr an. Letzterer zeigte sich außerordentlich zufrieden mit dem Sitzungsergebnis.

Das Bundespräsidium sei das geschäftsführende Organ der Partei, sagte er. Darin sollen Themen besprochen werden, die im Tagesgeschäft anfallen. Die genauen Funktionsbeschreibungen für das Präsidium und das Bundesdirektorium fehlen aber noch. Auch soll eine Arbeitsgruppe - unter der Leitung der Abgeordneten Martina Schenk - neue Statuten für die Bundesorganisationen und für die Länder-, Bezirks- und Ortsorganisationen ausarbeiten, so der Landesrat.

Für Missmut sorgte die Entscheidung der früheren ORF-Generaldirektorin Monika Lindner, die ihr Nationalratsmandat nun doch annehmen will – und zwar als „freie“ Abgeordnete. Lindner hatte bei der Wahl auf der Bundesliste des Team Stronach auf Platz drei kandidiert, der Partei aber bereits Tage nach ihrer Nominierung die Gefolgschaft aufgekündigt, nachdem der damalige Stronach-Klubchef Robert Lugar sie als „Speerspitze“ gegen den ORF und Raiffeisen bezeichnet hatte.

Die stellvertretende Bundesparteichefin Kathrin Nachbaur erklärte dazu knapp, sie nehme das "zur Kenntnis". Sie nehme aber an, dass Lindner "bei unseren Anträgen mitstimmt", da diese ja den Ehrenkodex der Partei unterschrieben habe. Parteigründer Frank Stronach sagte, er sei "nicht verärgert", sondern "höchstens enttäuscht".

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