T-Mobile will die LTE-Frequenzvergabe wiederholen lassen

T-Mobile will die LTE-Frequenzvergabe wiederholen lassen

T-Mobile Österreich will eine Neuauflage der Frequenzvergabe für die vierte Mobilfunkgeneration LTE (4G) herbeiführen. Die Auktion hat der Republik Ende Oktober zwei Milliarden Euro eingebracht. Telekom-Regulator Georg Serentschy: "Kein Anlass für eine Neuaustragung."

Wien. Im Rahmen einer Pressekonferenz hat T-Mobile Österreich CEO Andreas Bierwirth heute die Neuauflage der Frequenzauktion für die vierte Mobilfunkgeneration LTE gefordert und eine entsprechende Klage, entweder beim Verwaltungs- oder Verfassungsgerichtshof angekündigt.

Der Schritt folgt der Vergabe der Funklizenzen Ende Oktober, bei der am Ende einer mehrwöchigen Auktion der Telekom Austria 14 Frequenzpakete für 1,03 Milliarden Euro, T-Mobile neun Pakete für 654 Millionen Euro und Drei fünf Pakete für 330 Millionen Euro zugesprochen worden waren.




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Bereits vergangene Woche hatte T-Mobile nach Zustellung der Frequenzbescheide ein entsprechende Beeinspruchung angekündigt. Unter anderem, weil bei der Auktion auch Frequenzen vergeben wurden, für die T-Mobile noch die Nutzungsrechte bis 2017 hat. Georg Serentschy, Chef der Rundfunk- und Telekom Regulierungsbehörde RTR, von der die Lizenzen im Auftrag der Republik vergeben wurden, erklärte FORMAT.at zu der von Bierwirth angekündigten Klage: "Wenn ein Unternehmen einen Bescheid vor dem Verfassungs- oder Verwaltungsgerichtshof beeinspruchen will, dann ist das der normale Rechtsweg. Es müssen die Höchstgerichte entscheiden, ob ein Einspruch zulässig ist. Von unserer Seite sehen wir jedenfalls keine Veranlassung für eine Neuaustragung der Frequenzvergabe.

Übertreuerte Lizenzen

T-Mobile-Chef Andreas Bierwirth befindet die bei der LTE-Auktion erzielten als überhöht. Seiner Meinung nach entsprechen sie nicht dem Wert der Frequenzen, sondern der Unternehmen selbst. Aus Sorge, ohne Frequenzen vom Markt gedrängt zu werden seien die Gebote so hoch ausgefallen. "Wir sind nur um 6 Mio. Euro an einem Zwei-Player-Markt vorbeigeschrammt", sagte Bierwirth.

Der T-Mobile-Chef geht davon aus, dass das Beschwerdeverfahren mindestens zwei Jahre dauern wird - was aber die Ausrollung der schnelleren Mobilfunk-Technik LTE an die Kunden nicht aufhalten werde. Er erwarte, dass man auch bei einer neuen Ausschreibung "das bekommen würden, was wir brauchen, und dass es keine Leerinvestition war".

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