Strache verteidigt kritisierte Passagen aus FPÖ-Handbuch

Strache verteidigt kritisierte Passagen aus FPÖ-Handbuch

FPÖ-Parteichef Heinz-Christian Strache steht voll und ganz hinter den kritisierten Passagen aus dem Handbuch für Freiheitliche Funktionäre.

In einer Pressekonferenz verteidigte er etwa den Begriff "Minus-Zuwanderung", wenn es darum gehe, langzeitarbeitslose oder straffällig gewordene Einwanderer wieder aus dem Land zu weisen. "Wir sind die einzigen, die das abstellen werden", gab Strache Wahlkampftöne zum Besten.

Kein Verständnis brachte Strache für den nach Bekanntwerden der Passagen aufgekommenen Wirbel auf. Die Passagen stammten aus dem bereits 2011 erschienenen Handbuch, das nun überarbeitet wird. Die FPÖ würde darin lediglich "schonungslos Realitäten und Wahrheiten" aufzeigen. Auch etwa jene über angeblich durch Zuwanderer eingeschleppte Krankheiten, wobei man lediglich einen Schweizer Autor zitiert habe. Den anderen Partei, welche die freiheitlichen Standpunkt massiv kritisiert hatten, warf Strache vor, sich als "Schutzpatron der Kriminellen" aufzuspielen.

Wirbel um Passagen zum Thema Zuwanderung

Das für Funktionäre gedachte FPÖ-Handbuch widmet sich auch dem Thema Zuwanderung, und zwar wenig überraschend aus kritischer Perspektive, und fordert unter anderem eine "Minus-Zuwanderung". Andere Parteien sehen darin einen Beleg, dass die FPÖ mitnichten einen moderaten Wahlkampf plant, sondern wieder auf die Ausländerkarte setzen wird.

Die übrigen Parteien zeigten sich über einige Passagen des Handbuchs empört. SPÖ-Integrationssprecherin Angela Lueger bezeichnete die Diktion der FPÖ als "wieder einmal unerträglich" und vernahm rassistische Untertöne. ÖVP-Generalsekretär Hannes Rauch zieh die Freiheitlichen der "politischen Hetze" und der "Retro-Politik" und befand: "Derartige Parolen haben in der österreichischen Politik nichts zu suchen." Die schwarze Kritik fand wiederum die Grüne Menschenrechtssprecherin Alev Korun erfreulich, sie fand aber auch, dies "bleiben leere Worte, solange Parteichef Spindelegger die FPÖ nicht als Koalitionspartner ausschließt".

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