Stoss: „Ziel sind 100 Millionen Euro Ertrag“

Stoss: „Ziel sind 100 Millionen Euro Ertrag“

FORMAT: Herr Stoss, Sie sind gerade in Asien unterwegs. Beruflich?

Karl Stoss: Ja, ich führe in Indonesien Gespräche mit Investoren für Lotterien- und Casino-Projekte, die wir planen. Das Interesse ist sehr groß.

Im vergangenen Jahr ist in Sachen Konzessionsvergabe für Sie eigentlich alles nach Plan gelaufen. Wie sieht Ihr Resümee aus?

Stoss: Das Allererfreulichste war der Zuschlag für die Lotterien-Konzession, auch der Zuschlag für das Casinos- Stadtpaket hat uns sehr gefreut. Das zeigt, dass wir hochprofessionell gearbeitet haben, was auch die Evaluierungskommission honoriert hat.

Haftet der Konzessionsvergabe nicht ein gewisser Makel an? Kein einziger ausländischer Interessent war dabei …

Stoss: Es stimmt schon, vielleicht hätte das noch besser ausgesehen. Aber Österreich ist als Standort per se nicht wahnsinnig lukrativ, auch wegen der hohen Illegalität im Automatengeschäft.

Es wurde wiederholt kritisiert, dass die Konzessionsvergabe auf die Casinos/Lotterien zugeschnitten war. Verstehen Sie die Kritik?

Stoss: Die Kriterien, die ja nicht wir aufgestellt haben, waren sicher nicht auf uns zugeschnitten. Aber für neue Marktteilnehmer sind die Eintrittsbarrieren sicher sehr hoch. Die Paket-Vergabe war für uns jedenfalls kein Vorteil, aber bei der Evaluierung hat sich gezeigt, dass wir bei jedem Standort besser als der Mitbewerb abgeschnitten haben.

Wie wichtig sind jetzt die noch ausstehenden Konzessionsvergaben?

Stoss: Die wichtigsten Lizenzen haben wir jetzt zwar in der Tasche, aber auch das „Landpaket“ ist für uns wichtig. In diesen Casinos arbeiten immerhin 670 Mitarbeiter. Auch die Einzelkonzessionen vor allem in Wien sind interessant. Wir werden jedenfalls bei allem mitbieten.

Was planen Sie denn mit Ihren neuen alten Konzessionen?

Stoss: Wir wollen heuer rund 20 Millionen Euro in Österreich investieren. In unserem zurzeit erfolgreichsten Casino in Bregenz wird es zu Erweiterungen, in Salzburg und Wien zu größeren Umbauten kommen.

Jetzt, da Sie die heikelsten Konzessionsvergaben hinter sich haben, könnten Sie ja wirklich Raiffeisen-Spitzenbanker Herbert Stepic beerben, wie es gerüchteweise hieß …

Stoss: Dazu hat es nie Gespräche gegeben, das war nur ein Gerücht. Außerdem haben wir bei den Casinos jetzt zwar ein gutes Stück des Weges geschafft, aber es ist immer noch viel zu tun. Und mir macht meine Arbeit großen Spaß.

Schmeicheln Ihnen solche Gerüchte?

Stoss: Nein, denn ich weiß, welch irre Aufgabe ein Vorstandsjob im Raiffeisenkonzern mit sich bringt. Der Bankensektor ist in den nächsten Jahren sicher noch stärker gefordert als die Glücksspielbranche.

Welche Ziele haben Sie noch bis zum Auslaufen Ihres Vertrags im Jahr 2016?

Stoss: Mein Ziel ist es, im Konzern einen Ertrag von 70 bis 100 Millionen Euro im Jahr zu erzielen. Läuft alles nach Plan, sollte sich das auch ausgehen.

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