Statistik: 8,5 Millionen Menschen leben in Österreich

Statistik: 8,5 Millionen Menschen leben in Österreich

Österreichs Bevölkerung wuchs im Vergleich zum Vorjahr um 52.990 Menschen. In Wien war der Anstieg mit 1,4 Prozent am größten. Ob der Zuwachs mit der Geburtenrate oder der Wanderungsbilanz zusammenhängt, weiß die Statistik Austria jedoch erst im Mai, wenn endgültige Ergebnisse vorliegen.

Österreich hatte am 1. Jänner 2014 8.504.850 Einwohner. Das belegt eine Auswertung der Statistik Austria. Das ist ein Plus von 0,63 Prozent oder in Zahlen ausgedrückt: Im Vergleich zum 1. Jänner 2013 lebten 52.990 mehr Menschen in Österreich. In der Bundeshauptstadt beträgt das Plus 1,4 Prozent.

Ob der Zuwachs von der Geburtenrate oder der Zuwanderung ausging, konnte Alexander Wisbauer von der Statistik Austria im Gespräch mit format.at noch nicht sagen. "Die endgültigen Ergebnisse inklusive Sterbefälle, Geburtenrate und Wanderungsbilanz liegen erst im Mai vor", so Wisbauer.

Er geht jedoch davon aus, dass der Zuwachs durch Migration zustande gekommen ist, die Geburtenrate mache lediglich 2000 bis 3000 Menschen aus.

Der Zuwachs war somit 2013 deutlich höher als im Jahr zuvor (2012: rund 43.700 Personen). "Beinahe die Hälfte der gesamten Bevölkerungszunahme des Jahres 2013 entfiel auf die Bundeshauptstadt Wien", hieß es in einer Aussendung.

Wien hat seit einigen Jahren die höchsten Zuwächse

Wien verzeichnet bereits seit einigen Jahren die höchsten Bevölkerungszuwächse aller Bundesländer. In der Bundeshauptstadt stieg die Bevölkerungszahl 2013 mit plus 1,4 Prozent mehr als doppelt so stark wie im Durchschnitt Österreichs. In absoluten Zahlen entspricht dies einem Anstieg um rund 24.400 Personen, womit auf Wien rund 46 Prozent des gesamtösterreichischen Bevölkerungswachstums entfielen.

Einen ebenfalls leicht überdurchschnittlichen Einwohnerzuwachs verzeichnete der Westen Österreichs: In Tirol stieg die Bevölkerungszahl um 0,8 Prozent, in Vorarlberg um 0,7. In allen anderen Bundesländern lag das Wachstum unter dem Bundesdurchschnitt. In Oberösterreich erhöhte sich die Einwohnerzahl um 0,5 Prozent, in Niederösterreich und Salzburg um je 0,4 Prozent, in der Steiermark um 0,3 Prozent und im Burgenland um 0,2 Prozent.

Kärnten, das zwischen 2008 und 2012 das einzige Bundesland mit einem Bevölkerungsrückgang war, verzeichnete 2013 einen minimalen Anstieg der Einwohnerzahl um 0,03 Prozent (plus 164 Einwohner).

Zahl der Bevölkerung mit ausländischer Staatsangehörigkeit wuchs um rund 60.000 Menschen

Den vorläufigen Ergebnissen der Statistik Austria zufolge lebte am 1. Jänner 2014 rund eine Million Menschen mit ausländischer Staatsangehörigkeit in Österreich. Der Anteil dieser 1,064.568 Personen an der Bevölkerung betrug laut den Bevölkerungsstatistikern 12,5 Prozent. Die Zahl wuchs innerhalb eines Jahres um 60.300 Personen.

Fast die Hälfte aller nicht-österreichischen Staatsangehörigen (48,6 Prozent bzw. rund 517.200 Personen) stammte aus Ländern der Europäischen Union - um 42.500 Personen bzw. neun Prozent mehr als noch im Jahr zuvor. Dabei stieg die Zahl der Bürger aus den 13 seit 2004 zur EU beigetretenen Staaten deutlich stärker (plus 30.000 Personen bzw. plus 11,7 Prozent) als jene der Angehörigen der 14 langjährigen EU-Mitgliedsstaaten (plus 12.500 Personen bzw. plus 5,7 Prozent).

Der Zustrom von Personen aus Nicht-EU-Staaten war deutlich geringer. Ihre absolute Zahl erhöhte sich im vergangenen Jahr um rund 17.800 oder plus 3,4 Prozent und erreichte einen Anteil von 51,4 Prozent an allen ausländischen Staatsangehörigen in Österreich.

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