So halten Sie ihre Gas-Kosten unter Kontrolle

So halten Sie ihre Gas-Kosten unter Kontrolle

Gas-Heizkosten werden nach jüngsten Berechnungen der E-Control heuer empfindlich steigen. FORMAT zeigt, was Haushalte und KMU gegen diese steigenden Energiekosten tun können.

Die Hiobsbotschaft für strenge Rechner kam ausgerechnet am Wochenende: Laut heute, Sonntag, präsentierten Berechnungen des Energieregulators E-Control könnten sich die Gas-Heizkosten des heurigen Jahres nämlich für einen durchschnittlichen Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 15.000 Kilowattstunden um bis zu 230 Euro im Jahresvergleich verteuern. Und zwar dann, wenn es heuer einen ähnlich kalten Winter wie in der Saison 2005/2006 gibt – und das scheint nach den jüngsten Prognosen nicht abwegig.

Daher empfiehlt die E-Control den Haushalten, einen günstigen Lieferanten zu suchen. Das gilt dann auch für Klein- und Mittelbetriebe, die oft unwesentlich mehr Verbrauch als ein größerer Haushalt haben. Doch die meisten Mitbürger sind schlicht und einfach zu bequem, um sich bei den Heizkosten nach einer Alternative umzusehen (der Autor dieser Zeilen schließt sich da nicht aus). Zudem haben es die Anbieter verstanden, mit möglichst komplizierten Regelungen und einigen Tricks verstanden, die Konsumenten an sich zu binden. Ein Beispiel: Dieser Tage haben viele Kunden von Wien Energie einen Jubelbrief erhalten, sie würden eine Gutschrift auf ihre jüngste Rechnung erhalten. Der Preis war in niedriger zweistelliger Euro-Höhe, die Aktion hatte also auch (oder vor allem) einen Marketing-Charakter.

Was ist also zu tun? Der einfachste Weg, seine Heizkosten unter Kontrolle zu halten, ist ein Preisvergleich der Anbieter. Dazu ist der Tarifkalkulatur der E-Control eine einfache und sichere Möglichkeit: Hier ist der Link zum Kalkulatur , in den unter anderem bisheriger Verbrauch und Haushaltsgröße einzugeben sind. Darüber hinaus ist grundlegendes Wissen über die Rechte und Pflichten als Verbraucher wichtig. Auch hier informiert E-Control, beispielsweise über das Recht, den Lieferanten kostenlos zu wechseln . Eine Ausnahme sind da allerdings Tirol und Vorarlberg: Hier gibt es keine Alternativlieferanten, da die dortigen Netze nicht direkt mit jenen in Ostösterreich verbunden sind. Wer es insgesamt noch genauer wissen will: Dieser Link führt zum entsprechenden Gesetzesverordnung zur Wechselverordnung Gas 2012 (pdf-Dokument als Download) .

Aber zahlt sich ein Wechsel des Lieferanten überhaupt aus? Auf jeden Fall, auch wenn die Differenzen von Bundesland zu Bundesland höchst unterschiedlich sind. Laut einer Statistik des Wirtschaftsministeriums von voriger Woche können Linzer Haushalte am meisten sparen – nämlich im Schnitt 327 Euro pro Jahr, wenn sie bei Strom und Gas den jeweils günstigsten Anbieter wählen. Davon macht alleine ein Anbieterwechsel bei Gas 200 Euro pro Jahr aus (bein einem Jahresverbrauch von15.000 kWh). Der Hintergrund: Für Erdgas müssen die Linzer mit 1.208 Euro pro Jahr beträchtlich mehr bezahlen als die Vorarlberger mit 965 Euro.

Tipps für den Wechsel

Was ist bei einem Wechsel des Anbieters zu berücksichtigen?

- Der Wechsel muss mindestens acht Wochen zuvor dem jeweiligen bisherigen Gasversorger gemeldet werden. Der eigene Vertrag muss unter Einhaltung der Kündigungsfrist gekündigt werden. Die Kündigungsfrist steht im alten Vertrag bzw. in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen.

- Das Angebot des neuen Lieferanten sollte den Gesamtpreis, also auch den sogenannten Systemnutzungstarif und Steuern bzw. Abgaben umfassen.

- Mehrere Angebote prüfen und immer auf den erwähnten Gesamtpreis achten.

- Als Berechnungsgrundlage den Jahresverbrauch in Kubikmetern oder Kilowattstunden verwenden. Dieser ist auf der letzten Jahresabrechnung zu finden.

Apropos: In Kürze startet die E-Control Beratungen zum Gasversorgerwechsel in österreichischen Gemeinden.

Quellen: u.a. APA, E-Control

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