Skylink: Der teuerste Boden in Österreich

Skylink: Der teuerste Boden in Österreich

Ein kleines, aber aufschlussreiches Streiflicht, das zeigt, warum die Wiener Flughafen-Erweiterung Skylink mit 800 Millionen Euro doppelt so viel gekostet hat wie geplant.

Das Baustoffunternehmen HB Fliesen präsentiert auf seiner Homepage dutzende Referenzen größerer Bauprojekte. An erster Stelle steht der Skylink mit einer „verlegten Fläche“ von 48.000 Quadratmetern. Auftragssumme: 8,5 Millionen Euro. Und siehe da: Wer nachrechnet, kommt drauf, dass im Vergleich mit den anderen Referenzprojekten (Krankenhäuser, Schulen, Bankfilialen, Bürohäuser etc.) der Quadratmeterpreis beim Skylink mehr als drei Mal so hoch war.

Auch wenn dort hochwertige Fliesen verwendet wurden – für die Preisdifferenz etwa zum repräsentativen Euro-Plaza-Bürogebäude am Wienerberg oder zum luxuriösen Umbau des früheren Bawag-Standortes am Wiener Fleischmarkt gibt es nur eine Erklärung: Weil das ehemalige Flughafenmanagement überfordert war, nutzten alle Lieferanten die Gelegenheit und verrechneten Apothekerpreise.

Ein Airport-Sprecher beschwichtigt: „Das ist schon in Ordnung. Uns ist über Unregelmäßigkeiten nichts bekannt.“ Das oberösterreichische Unternehmen HB Fliesen erklärt die Preisdifferenz mit der dezidiert vom Auftraggeber geforderten Hochwertigkeit der Fliesen. HB Fliesen rüstet übrigens auch die Anti-Korruptionsakademie in Laxenburg aus – ebenfalls zu einem Drittel des Skylink-Preises.

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