Schwedenbomben: Julius Meinl bietet drei Millionen Euro für Niemetz

Schwedenbomben: Julius Meinl bietet drei Millionen Euro für Niemetz

Die insolvente Schwedenbomben-Firma Niemetz könnte von Julius Meinl geschluckt werden.

Interesse an den "Bomben" war der Firma bereits nachgesagt worden. "Wenn Niemetz nicht gut zu uns passen würde, hätten wir sicherlich kein Angebot abgegeben", zitiert der "KURIER" Heidi-Geschäftsführer Erwin Vondenhoff. Nun werde abgewartet, was im Insolvenzverfahren passiert. Das endgültige Votum über den Sanierungsplan findet am Donnerstag (16. Mai) statt.

Manner will noch immer

Anders als Heindl hat der Schnittenhersteller Manner nach wie vor Interesse an der insolventen Schwedenbomben-Firma Niemetz, sagte eine Sprecherin auf APA-Anfrage.

Die hohe Ausgleichsquote von rund 75 Prozent schreckt Manner offenbar nicht ab. Die Wiener Confiserie Heindl gab heute bekannt, sich deswegen aus dem Bieterverfahren zurückzuziehen. Als potenter Kandidat gilt der Investor und Sanierer Erhard Grossnigg. Das endgültige Votum über den Sanierungsplan findet am Donnerstag (16. Mai) statt.

Auch der Risikokapitalgeber GCP - die gamma capital partners GmbH - kann sich weiterhin vorstellen, sich die Schwedenbomben von Niemetz einzuverleiben, "obwohl auch das GCP-Konsortium sehr überrascht über die höhere Quotenforderung ist". Trotz der hohen Ausgleichsquote von rund 75 Prozent arbeitet man weiter an der "Schwedenbomben-Börsestory". Man will es beim Neustart der "New-Niemetz" nach Ermessen der GCP "über einen kleinen Börsegang ermöglichen, dass sich sowohl Management, Mitarbeiter und auch die treuen Kunden daran beteiligen können", sagt GCP-Geschäftsführer Oliver Grabherr in einer Aussendung am Montag.

Man sehe in der Bündelung von unternehmerischem Kapital und Know-How einen Vorteil - der Plan: Niemetz-Übernahme, Ausfahren der Produktion bis Ende 2014, Aufbau neuer Standorte und Wachstum durch Internationalisierung. "Aus unserer Sicht ist eine One-Product-One-Country-Company wie Niemetz bisher aufgestellt war, in der Position gefährdet", so Grabherr. Interessant für die Internationalisierung seien Nachbarländer wie Tschechien, Deutschland, Slowakei, Schweiz und Ungarn.

Niemetz-Produktion "pimpen"

Vorerst will man die alte Niemetz-Produktion über 18 Monate "pimpen". Dann solle mit einem neuen Standort oder einer Produktionskooperation durchgestartet werden. Bis 2014 garantiere man Liefersicherheit und höchste Qualität.

Das GCP-Konsortium befinde sich in Gesprächen mit Strategen und sei offen für strategische Partnerschaften in Richtung Niemetz. "Jedenfalls", heißt es in der Aussendung, "wird GCP-New-Niemetz eine starke Marken- und Produktionsfirma mit kleiner internationaler Struktur sein. Und von Anfang an eine Aktiengesellschaft."

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