Schauspieler Karlheinz Hackl in Wien gestorben

Schauspieler Karlheinz Hackl in Wien gestorben

Der Nestroy-Preisträger ist am Sonntag im 65 Lebensjahr verstorben. Die Burgtheater-Direktorin würdigte Hackl als "Inbegriff der österreichischen Schauspielkunst".

Wien. Karlheinz Hackl ist tot. Der Schauspieler starb heute, Sonntag, 65-jährig friedlich im Kreis seiner Familie in Wien, teilte seine Ehefrau, die Schauspielerin Maria Köstlinger, der APA mit.

Hackl spielte an zahlreichen Bühnen, avancierte am Burgtheater zum Publikumsliebling, spielte in Film und TV, ehe 2003 ein Gehirntumor diagnostiziert wurde. Doch Hackl schaffte ein Comeback - nun hat er seinen Kampf gegen den Krebs verloren.

Hackl, der erst am 16. Mai seinen 65. Geburtstag gefeiert hat, wurde 2012 mit dem Theaterpreis Nestroy für das Lebenswerk ausgezeichnet. Seine steile Theaterkarriere begann er 1972/73 am Wiener Theater Die Courage, 1978 wurde er bereits Ensemblemitglied des Wiener Burgtheaters. Seine schauspielerische Vielseitigkeit stellte er auch bei Musical- und Kabarett-Erfolgen unter Beweis. Auch als Regisseur wirkte er.

Seine Krebserkrankung und den langen für alle Beteiligten, vor allem aber für Hackls Ehefrau Maria Köstlinger quälenden Genesungsprozess beschrieb er offen in seinem 2009 erschienenen Buch "Meine zwei Leben - Ein ziemliches Theater". Hackl schaffte den Weg zurück auf die Bühne, überraschte mit der Gründung der Partei Soziale Kultur Österreichs (SKÖ) und nannte vor einigen Jahren ein Soloprogramm "Den Wurschtl kann kana daschlogn".

"Inbegriff der österreichischen Schauspielkunst"

Kulturminister Josef Ostermayer (SPÖ) würdigte den Verstorbenen in einer Aussendung als "bedeutenden Volksschauspieler", der aber auch als Regisseur, Lehrer, Buchautor und Kabarettist "den Menschen in unserem Land viel Freude bereitet hat".

Für Karin Bergmann war Karlheinz Hackl "der Inbegriff der österreichischen Schauspielkunst", wie die Burgtheater-Direktorin in einer Erklärung mitteilte. Bergmann würdigte Hackl insbesondere für seine Darstellung von Figuren Nestroys, Raimunds und Hofmannsthals. "Das Burgtheater bedauert zutiefst diesen großen Verlust für die Theaterwelt", schrieb sie.

"Sein Esprit, seine Leidenschaft, seine Wortgewalt wird unvergessen bleiben", schrieb die Kultursprecherin der ÖVP Wien, die Landtagsabgeordnete Isabella Leeb.

An der Burg verkörperte Hackl u.a. die Titelrollen in Molnars "Liliom" oder Nestroys "Der Zerrissene" sowie mehrere Schnitzler-Figuren. Er trat auch bei den Salzburger Festspielen auf und wirkte in zahlreichen Filmen und TV-Serien mit. An der Wiener Volksoper übernahm er als Musical-Darsteller die Zaza in "La cage aux folles" und den Don Quijote in "Der Mann von La Mancha". Der Kammerschauspieler war Träger der Kainz-Medaille sowie seit 1996 Professor am Max-Reinhard-Seminar.

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