Salzburg: Haslauer baut die ÖVP um

Salzburg: Haslauer baut die ÖVP um

Den Halleiner Bürgermeister LAbg. Christian Stöckl (55) hat er für das Finanzressort vorgesehen, die Anwältin LAbg. Brigitta Pallauf (52) soll sich der Bereiche Frauen, Familie, Bildung und Pflege annehmen, und der Leiter der Landwirtschaftsabteilung des Landes, Josef Schwaiger (47), soll in die Fußstapfen des scheidenden Agrarlandesrates Sepp Eisl treten. Heute, Freitag, hat Haslauer dieses Team präsentiert.

Sein Wunsch sei ein kompletter Umbau gewesen, "wir wollen einen völlig neuen Boden legen", sagte der ÖVP-Spitzenkandidat. Zugleich "brauchen wir in dieser Situation (nach dem Finanzskandal, Anm.) Profis, das ist keine Zeit für Experimente", begründete er den Verzicht auf völlige Quereinsteiger. Viel Zeit zum Überlegen ließ Haslauer zumindest Schwaiger nicht: Er sei am Sonntag gefragt worden und musste am Montag seine Entscheidung schon bekannt geben, räumte er ein.

Stöckl hat 1999 die rote Hochburg Hallein "eingenommen" und ist seither Bürgermeister der einstigen Industriestadt. "Hallein war damals im Grunde konkursreif. Ich habe die Finanzen in Ordnung gebracht, ohne die Stadt tot zu sparen." Er sei überzeugt, dass auch die Finanzen des Landes mit viel Arbeit wieder in Ordnung zu bringen seien und Salzburg finanziell zurück an die Spitze Österreichs geführt werden könne. Ob er Bürgermeister der zweitgrößten Stadt Salzburgs bleiben wird, falls die ÖVP die Wahl doch nicht gewinnt, ließ der ÖAAB-Landesobmann offen.

Ebenfalls politisch kein unbeschriebenes Blatt mehr ist Brigitta Pallauf, die seit 2009 für die Volkspartei im Landtag sitzt. Als Landesleiterin der ÖVP-Frauen hat sie aus diesem Flügel starke Unterstützung. Sie soll laut Haslauer "für die notwendige Wärme" in der Landesregierung sorgen und Ressorts aus dem Bereich Frauen, Familie, Bildung und Pflege übernehmen.

Zwar neu auf der politischen Bühne, aber bestens vertraut mit der Landesverwaltung und den Themen Landwirtschaft, Wasserwirtschaft und Energie ist Josef Schwaiger. Er appellierte heute an ein neues Zusammenarbeiten von Politik und Verwaltung und erinnerte in diesem Zusammenhang an ein Positionspapier der 14 Abteilungsvorstände des Landes vom Herbst des Vorjahres, in dem die Spitzenbeamten der Politik tief greifende Reformvorschläge unterbreitet hatten (u.a. den Abbau von 263 Dienstposten, darunter 52 Führungspositionen, sowie die Schaffung von Zielvereinbarungen samt deren Kontrolle).

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