Salzburg: Die Spekulationsverluste werden immer kleiner

Salzburg: Die Spekulationsverluste werden immer kleiner

Die scheidende Landeshauptfrau Gabi Burgstaller und Noch-Finanzlandesrat Georg Maltschnig haben am Freitag in den wohl letzten Pressekonferenzen in ihrer jetzigen Funktion den aktuellen Zwischenbericht zur Lage der Salzburger Landesfinanzen präsentiert.

Die im Zuge des Finanzskandals aufgetauchten Spekulationsschulden in der Höhe von ursprünglich rund 1,83 Mrd. Euro (Stand Ende 2012) konnten demnach mit Stichtag 11. Juni auf 652 Mio. Euro reduziert werden, dazu kommt ein aktuelles Barvermögen aus Verkaufserlösen in der Höhe von etwa 323 Mio. Euro.

Rechnet man diese beiden Beträge gegen, beträgt der Rest-Schuldenstand des Landes aus den riskanten Finanzgeschäften damit aktuell 329 Mio. Euro. "Es ist weiterhin höchst realistisch, dass das Land ohne finanziellen Verlust aus diesen Geschäften aussteigen kann", so Burgstaller. Wie wichtig das rasche Vorgehen beim Abbau der Spekulationsgeschäfte in den vergangenen Monaten gewesen sei, habe etwa die aktuelle Situation in der Türkei gezeigt.

Das bestätigte am Freitag auch Willi Hemtesberger von Ithuba Capital - dieses Unternehmen wickelt in Absprache mit dem Land die Auflösung der Geschäfte ab: Die Kursschwankungen bei der türkischen Lira - lange der brisanteste Posten bei den aufgetauchten Spekulationsgeschäften - hätte Salzburg ohne schnelles Handeln wohl 50 Mio. Euro gekostet.

Portfolio im Plus

Das Portfolio des Landes liegt momentan mit 86 Mio. Euro im Plus, ein Rückgang gegenüber dem bisher letzten Zwischenbericht vom 14. Mai (damals rund 97 Mio. Euro). Allerdings konnten seit Jänner sowohl das Kredit-, das Zins- und das Fremdwährungsrisiko im "Topf" drastisch gesenkt werden. "Mein Ziel war es, den Abbau der Veranlagungen und Schulden so weit wie möglich voranzutreiben. Das ist gelungen. Ich übergebe geordnete Strukturen, die mein Nachfolger - so er dies will - weiterführen kann", sagte der interimistische Finanzlandesrat Maltschnig.

Die Gesamtschulden des Landes liegen laut aktuellem Bericht mit Stichtag 11. Juni bei rund 1,8 Mrd. Euro: Neben den Spekulationsschulden von den derzeit 329 Mio. Euro, sind das die regulären Schulden laut Landesvoranschlag in der Höhe von 874 Mio. Euro und 605 Mio. Euro Verbindlichkeiten des Wohnbaufonds. Bei letzterem würden den Schulden allerdings rund 1,5 Mrd. Euro an Forderungen gegenüber stehen.

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