Rudolf Kaske neuer AK-Präsident

Rudolf Kaske neuer AK-Präsident

Vor der Wahl Kaskes zum neuen Präsidenten hatte sich sein Vorgänger Herbert Tumpel vor der Hauptversammlung verabschiedet. Er sprach in seiner Abschiedsrede von einem "bewegenden Moment".

Tumpel empfahl der Kammer weiter Seite an Seite mit der Gewerkschaft möglichst über die Fraktionsgrenzen hinweg für die Rechte der Arbeitnehmer einzutreten. Seinem designierten Nachfolger Kaske wünschte er viel Kraft und Elan.

Der neue Präsident skizzierte im Anschluss, was er sich für die Zukunft der Kammer vorstellt. Unter anderem warb er für eine stärkere Regulierung der Finanzmärkte, versprach "großen Druck zu machen für eine Vermögenssteuer" und forderte die Wirtschaft auf, dafür zu sorgen, dass Menschen länger in Beschäftigung bleiben können. Weiters wandte sich Kaske gegen Vorstellungen von Unternehmen, dass Arbeitnehmer rund um die Uhr ständig zur Verfügung stehen müssen: "Die Menschen sind keine Sklaven der Wirtschaft."

Auf viel Widerstand bei der Wahl stieß Kaske nicht. 62 Stimmen wurden abgegeben, 58 davon unterstützten den Kandidaten der sozialdemokratischen Gewerkschafter. Eine Stimme kam von den Grünen. Die einzige Wortmeldung zur Wahl kam von den Grünen Gewerkschaftern, die Kaske zwar durchaus die Befähigung für das Präsidentenamt zusprechen, aber trotzdem von einer vergebenen Chance sprechen. Denn mit der Kür Kaskes bleibe es dabei, dass sämtliche Präsidenten und Direktoren in der Kammer männlich seien.

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