Rot-Weiß-Rot-Card: Zuwanderung hochqualifizierter Arbeitskräfte bleibt gering

Rot-Weiß-Rot-Card: Zuwanderung hochqualifizierter Arbeitskräfte bleibt gering

Seit dem Jahr 2011 gilt für die Zuwanderung nach Österreich statt einer Quotenregelung ein Kriteriensystem. Bei der damaligen Einführung der Rot-Weiß-Rot-Card wurde noch mit 8.000 Bewilligungen pro Jahr gerechnet. Die tatsächlichen Zahlen sind deutlich geringer.

Die Rot-Weiß-Rot-Karte ist weiterhin nicht übermäßig begehrt. Im Vorjahr wurden 1.177 Bewilligungen für Zuwanderer erteilt, die entweder besonders qualifiziert oder in Mängelberufen einsetzbar sind. Das geht aus der Aufenthaltsstatistik des Innenministeriums für 2013 hervor. Zur Erinnerung: Bei Einführung der Rot-Weiß-Rot-Karte war man von 8.000 Bewilligungen pro Jahr ausgegangen.

Zuzug von Familienangehörigen spielt deutlich größere Rolle

Insgesamt waren gemäß Statistik 1.592 Rot-Weiß-Rot-Karten im Umlauf. Knapp 78.000 Personen waren im Besitz einer "Rot-Weiß-Rot-Karte plus", die zum größten Teil an Familienangehörige von in Österreich niedergelassenen Ausländern, aber auch an ehemalige Besitzer der normalen Rot-Weiß-Rot-Karte vergeben wird. Sie hat den Vorteil, dass sie unbeschränkten Arbeitsmarktzugang ermöglicht, während die normalen Rot-Weiß-Rot-Karte-Besitzer sich nur in ihren Spezialgebieten engagieren dürfen.

Auffällig ist, dass die Rot-Weiß-Rot-Karte vor allem von Männern genutzt wird. 1.181 Männern mit diesem Aufenthaltstitel stehen nur 411 Frauen gegenüber. Die größte Altersgruppe sind die 25-29-Jährigen. Allerdings gibt es sogar vier Über-65-Jährige im Besitz einer Rot-Weiß-Rot-Karte.

Geringe Zuwanderung "besonders Hochqualifizierter"

Was die Herkunft angeht, bilden Bosnier die Spitze, gefolgt von Serben und Russen. Außerhalb Europas am vergleichsweise Begehrtesten ist die Karte bei US-Amerikanern. Im Vorjahr gingen wie schon bisher die mit Abstand meisten Bewilligungen unter dem Titel Rot-Weiß-Rote-Karte an sogenannte Schlüsselkräfte (735). Dahinter folgen die Mangelberufe (329). An "besonders hoch qualifizierten" Arbeitnehmern aus Drittstaaten wurden 48 gezählt. 97 Personen kamen über die "blaue Karte", ein eigenes Zuwanderungsinstrument der EU, in den österreichischen Arbeitsmarkt.

Insgesamt gab es mit Jahresende 444.275 aufrechte Aufenthaltstitel von Drittstaatsangehörigen (also z.B. EU-Bürger, Schweizer und Norweger ausgenommen). Die größte Gruppe stellen Serben (112.027) vor Türken (107.883). Dahinter folgen Bosnier (87.483) und mit großem Abstand Mazedonier und Kosovaren. Größte außereuropäische Gruppe sind die Chinesen (7.795).

Was die regionale Verteilung in Österreich angeht, leben die meisten Zuwanderer mit aufrechtem Aufenthaltstitel in Wien, nämlich 201.599 oder gut 45 Prozent. Dahinter folgen Ober- und Niederösterreich. Am anderen Ende der Skala liegt das Burgenland mit gerade einmal 4.095.

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