Red Bull wird erpresst

Red Bull wird erpresst

Der österreichische Getränkehersteller Red Bull ist laut eigenen Angaben zum Opfer von Erpressern geworden. Wie das Unternehmen in einer Aussendung am Donnerstag mitteilte, wurde damit gedroht, Dosen mit Fäkalkeimen zu verunreinigen, wenn eine Geldsumme nicht gezahlt werde.

Die Staatsanwaltschaft Salzburg hat in der Causa Anfang März Ermittlungen gegen unbekannte Täter wegen des Verdachtes der versuchten Erpressung aufgenommen. "Bisher geht es nur um eine behauptete Kontamination", sagte Mediensprecher Marcus Neher am Donnerstag auf Anfrage der APA.

Es wurde offenbar damit gedroht, Getränkedosen beziehungsweise die Deckel von Dosen mit "Kloakenwasser" abzuwischen. Dadurch würden Konsumenten mit Krankheiten angesteckt, hieß es. Dass nun die Öffentlichkeit über den Fall informiert wurde, begründete der Getränkehersteller damit, Spekulationen vorzubeugen und das "größte Druckmittel" der medialen Bekanntmachung gegenstandslos zu machen.

Erpressung per E-Mail

Die Erpresser sollen die Geldforderungen per E-Mail erhoben haben. Über die Höhe der verlangten Summe machte Staatsanwalt Neher wie auch der Getränkekonzern keine Angaben.

Erhebungen der Behörden zufolge dürfte es sich um eine bösartige Drohung gehandelt haben, die bisher nicht in die Tat umgesetzt wurde. Das Landeskriminalamt Salzburg hatte eine Anzeige bei der Staatsanwaltschaft Salzburg eingebracht. Offenbar soll in einem Fall eine Geschäftsfiliale eines Lebensmittelhändlers in Wien von der Drohung betroffen gewesen sein.

"Wir kooperieren eng mit der Kriminalpolizei und sind gemeinsam der Meinung, dass wir den Tätern nahe sind und diese gefunden werden", hieß es in einer Aussendung von Red Bull am Donnerstag.

2012 wurden weltweit 5,226 Milliarden Dosen Red Bull verkauft, das bedeutet ein Plus von 12,8 Prozent gegenüber 2011, man beschäftigte per Ende 2012 in 165 Ländern 8.966 Mitarbeiter (Ende 2011: 8.294 in 164 Ländern), hieß es vonseiten des Konzerns.

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