Pensionsalter der Frauen: Frühere Angleichung möglich

Pensionsalter der Frauen: Frühere Angleichung möglich

Frauenministerin lehnt frühere Angleichung des Antrittsalters von Frauen und Männern ab.

Das Frauenpensionsalter könnte früher an jenes der Männer angeglichen werden als bisher geplant - das soll laut "Oberösterreichischen Nachrichten" (Freitagausgabe) zumindest im nächsten Koalitionsvertrag stehen. Sozialminister Rudolf Hundstorfer (S) äußerte sich am Freitag gegenüber der APA aber zurückhaltend. Die 1992 fixierte geltende Regelung sieht eine Angleichung ab 2024 vor, die 2033 abgeschlossen sein soll.

Regierungsmitglieder der SPÖ wie auch der ÖVP gingen in Hintergrundgesprächen davon aus, dass die vorzeitige Anhebung des Frauenpensionsalters im nächsten Koalitionsvertrag stehen wird, schreibt die Zeitung, jedoch ohne konkrete Quellenangabe. Die Angleichung soll demnach bereits 2018 starten. Grund für die geplante Änderung sei ein finanzieller.

Hundstorfer ließ am Freitag über eine Sprecherin ausrichten, dass dies "zur Stunde kein Thema" sei - ob es beim nächsten Koalitionsabkommen Thema wird, werde man sehen. Vergangenen November hatte sich der Sozialminister für eine "offene Diskussion" über das Frauenpensionsalter ausgesprochen.

Eine klare Absage an ein früheres Angleichen kommt aus dem Büro von Hundstorfers Parteikollegin, Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek: "Unsere Position ist unverändert", man solle beim jetzigen Plan bleiben, meinte eine Sprecherin der Ministerin auf Anfrage der APA. Es gebe bisher keine gemeinsame Regierungsposition. Das Antrittsalter früher anzugleichen "geht völlig an der Lebensrealität älterer Frauen am Arbeitsmarkt vorbei".

Die ÖVP-Teilorganisationen hatten sich bereits im Jänner dafür ausgesprochen, das Frauen-Pensionsalter schon ab 2014 schrittweise anzuheben, bis 2024 soll es auf das Männer-Alter von 65 Jahren angeglichen sein. Dementsprechend betonte Gertrude Aubauer, Bundesobmann-Stellvertreterin des Seniorenbundes und ÖVP-Seniorensprecherin im Nationalrat, angesichts des Zeitungsberichts auch, dass man nicht auf 2018 warten müsse.

Man könne und solle mit kleinen Schritten schon 2014 beginnen, wenn auch mit Begleitmaßnahmen: Aubauer wünschte sich in einer Aussendung eine bessere Anrechnung von Kindererziehungszeiten auf die Pension, noch stärkere Unterstützung für alle, die über 50 ihre Jobs verlieren und höhere Zuschüsse (Boni) für Menschen, die freiwillig nach dem gesetzlichen Pensionsantrittsalter arbeiten.

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