ORF darf seine TVthek vermarkten

ORF darf seine TVthek vermarkten

Zeitungsherausgeber stimmen dem Antrag des ORF, seine Internet-Plattform TVthek zu vermarkten, mit Vorbehalt zu.

Der ORF bekommt für sein Ansinnen, die TVthek zu vermarkten, Rückenwind vom Verband Österreichischer Zeitungen (VÖZ). Der stimmt dem Antrag des ORF mit Vorbehalt zu. Bedingung für die heimischen Verleger ist, dass sie auch selbst von der TVthek profitieren, indem es ihnen erlaubt ist, TVthek-Inhalte auf ihren eigenen Zeitungs-Plattformen zur Verfügung zu stellen und dort in Eigenregie zu vermarkten.

Grundsätzlich finden die Verleger, dass die Auswirkungen auf den Wettbewerb und die Angebotsvielfalt durch die vorgelegten Gutachten "nicht hinreichend evaluiert und durch unrichtige Marktabgrenzung verzerrt (varharmlost) dargestellt" sind. Sie stellen daher neben der eigenen Möglichkeit zur Vermarktung von TVthek-Inhalten eine weitere Bedingung, nämlich die Zweckbindung der Werbeeinnahmen aus der TVthek-Vermarktung an den Ausbau und die laufende Verbesserung der TVthek und deren Vermarktung.

Der ORF hatte ja Ende September bei der Medienbehörde KommAustria den Antrag auf Vermarktung seiner Online-Videoplattform eingebracht. Bis Mittwoch bestand die Möglichkeit, Stellungnahmen zu dem geplanten Vorhaben abzugeben.

Neben dem VÖZ meldete sich auch der Verband Österreichischer Privatsender (VÖP) zu Wort und lehnte die Vermarktung rundweg ab. Die Vermarktung stelle für die Nutzer eine substanzielle Beeinträchtigung des bestehenden Angebots dar. Weiters befürchten die Privatsender, dass es "zwangsläufig zu einem starken Preisdruck" auf den Markt kommen könnte, was wiederum die "Ertragschancen privater Mitbewerber deutlich verringern und dem dualen Rundfunksystem nachhaltigen Schaden zufügen" würde.

Auch die inhaltliche Erweiterung der TVthek um Kaufproduktionen aus dem Dokumentar- und Kulturbereich sowie um ein umfassendes und zeitlich unbegrenzt abrufbares ORF-TVthek-Archiv ist aus Sicht der Privatsender "nicht erforderlich" und würde die Vormachtstellung des ORF verstärken und dadurch negative Auswirkungen auf die Wettbewerbssituation haben. Der VÖZ sieht hingegen in der geplanten inhaltlichen Änderung "keine Bedrohung für den Wettbewerb am Medienmarkt oder die Angebotsvielfalt".

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