ORF startet Lindner Sonderprüfung

ORF startet Lindner Sonderprüfung

Der ORF prüft sämtliche Auftragsvergaben der früheren Generaldirektorin Monika Lindner an Kreativ-Dienstleister zwischen 1998 und 2006. Eine "rasche Klärung" ist das Ziel. Seit 2007 werden Werbeaufträge auf Basis branchenüblicher Screenings vergeben.

Der ORF lässt nun alle Auftragsvergaben unter der früheren ORF-Generaldirektorin Monika Lindner überprüfen. "Im ORF ist heute die Revision mit der Überprüfung der Auftragsvergaben an Kreativ-Dienstleister während der Amtszeit von GD Monika Lindner beauftragt worden", hieß es am Mittwoch in einer Stellungnahme gegenüber der APA.

Hintergrund der Überprüfung sind ORF-Aufträge, die unter Lindner mehr oder wenig freihändig an den Werber und Lindner-Lebensgefährten Günter Lebisch vergeben wurden. Laut APA-Informationen geht es sich dabei um ein Volumen von über zwei Millionen Euro.

Konkret sollen laut ORF alle Auftragsvergaben aus den Funktionsperioden der Landes- und der Generaldirektorin Monika Lindner in den Jahren 1998 bis 2006 darauf überprüft werden, ob alle internen wie externen Vorschriften und Gesetze eingehalten wurden. Lindner war als Landes- beziehungsweise als Generaldirektorin ressortmäßig für das Marketing zuständig.

"Der ORF hat selbst großes Interesse an einer raschen Klärung. Es steht allerdings fest, dass die in der Kritik stehende Firma ab 2007, also dem Beginn der Funktionsperiode von Alexander Wrabetz, keine Aufträge mehr vom ORF erhalten hat. Seither sind alle größeren Werbeaufträge auf Basis von branchenüblichen Screenings, Pitches beziehungsweise Wettbewerben vergeben worden."

Vorstandsmandat beim Roten Kreuz zurückgelegt

Monika Lindner wird auch ihren Posten als eine der vier Vizepräsidenten beim Roten Kreuz abgeben, bestätigte die Pressesprecherin des Roten Kreuzes am Mittwoch der APA. Lindners Mandat laufe im Mai 2014 aus, sie wird nicht für die Wiederwahl zur Verfügung stehen, sagte die Sprecherin. Grund sei die Tätigkeit der ehemaligen ORF-Chefin als Nationalratsabgeordnete. Vorwürfe wie etwa jene, mit denen sich Lindner als Vorstand der St. Anna Kinderkrebsforschung konfrontiert sah, gebe es hingegen in keiner Weise beim Roten Kreuz.

Zuletzt hatte es Vorwürfe gegeben, wonach Lindner als Vorstand der St. Anna Kinderkrebsforschung ihren Lebensgefährten Günter Lebisch mit lukrativen PR-Jobs versorgt haben soll - was sie zurückwies. Lebisch soll dem Vernehmen nach in der Vergangenheit auch für das Rote Kreuz Aufträge erledigt haben.

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