ÖVAG bleibt ewiger Sanierungsfall – auch heuer rote Zahlen zu erwarten

ÖVAG bleibt ewiger Sanierungsfall – auch heuer rote Zahlen zu erwarten

Bei der teilverstaatlichten Österreichischen Volksbanken AG (ÖVAG) sind schwarze Zahlen nicht in Sicht. Bankchef Koren erklärte: "Ich kann nicht ausschließen, dass die ÖVAG neue Staatshilfe braucht".

Auch im laufenden Jahr werde ein Betriebsverlust erwartet, teilte das kriselnde Geldinstitut am Donnerstag mit. 2012 schrieb die Bank, wie bereits angekündigt, einen operativen Verlust. Der ÖVAG-Vorstand wird sich aber am Vormittag den Fragen von Journalisten stellen.

"Die Gesundung und Wiedererstarkung der Bank ist ein Prozess, der Zeit in Anspruch nimmt. Ich rechne damit, dass uns in diesem Jahr und auch noch 2014 die Abbauthemen und die daraus resultierenden Herausforderungen massiv beschäftigen werden", sagte ÖVAG-Chef Stephan Koren.

In ihrem Einzelabschluss (UGB) verbuchte das Spitzeninstitut der österreichischen Volksbanken mit minus 131 Millionen Euro einen höheren Jahresverlust als ursprünglich angekündigt. In Aussicht gestellt wurde ein deutlich zweistelliger Millionenverlust. Aufgrund des Verlustes im Einzelabschluss seien bis einschließlich 2014 keine Zinszahlungen an den Staat für das erhaltene Partizipationskapital möglich, teilte die Bank mit.

Das Spitzeninstitut der österreichischen Volksbanken-Gruppe war in der Finanzkrise in Schieflage geraten. 2011 stand ein Verlust von 959 Millionen Euro zu Buche. Ursache dafür waren Verluste bei Töchtern in Rumänien und Ungarn und Abschreibungen bei Griechenlandanleihen. Um das Institut vor der Pleite zu bewahren, musste der Staat einspringen. Der Sanierungsplan sieht eine radikale Schrumpfkur vor. Bis 2017 muss die Bank rund 1100 Stellen abbauen.

2012 sank die Bilanzsumme um 13,5 Milliarden Euro auf 27,7 Milliarden Euro. Die Kernkapitalquote (Tier 1 Quote) stieg im Zuge verschiedener Kapitalmaßnahmen und durch die Reduzierung von Bilanzrisiken (RWA) um 2,1 Prozentpunkte auf 10,9 Prozent, wie die Bank mitteilte.

Das aufgrund von Sondereffekten verzerrte und daher wenig aussagekräftige Konzernergebnis nach Minderheiten (IFRS) habe 2012 mit 313 Millionen Euro im Rahmen der angekündigten Bandbreite gelegen. Die Differenz zwischen Einzel- und Konzernabschluss ergebe sich aus den unterschiedlichen Rechnungslegungsvorschriften.

Die ÖVAG gehört mehrheitlich den regionalen Volksbanken. Über 43 Prozent hält die Republik Österreich, 3,8 Prozent die deutsche DZ-Bank-Gruppe, 1,5 Prozent die Versicherungsgruppe Ergo und 0,9 Prozent die Raiffeisen Zentralbank.

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