Österreichs Lackindustrie steigert Umsatz

Österreichs Lackindustrie steigert Umsatz

Steigende Rohstoffpreise machen Österreichs Lackindustrie allerdings zu schaffen.

Die heimische Lack- und Anstrichmittelindustrie mit 3000 Mitarbeitern hat im vergangenen Jahr um 8,3 Prozent mehr Umsatz erzielt als 2010 und steigerte diesen auf 421 Mio. Euro. Das entspreche beinahe wieder dem Umsatz aus dem Vorkrisenjahr 2008. Die Produktionsmenge stieg im Vergleich zu 2010 um 10 Prozent auf 150.000 Tonnen Farben und Lacke. "Allerdings spiegeln sich im gestiegenen Umsatz auch die gestiegenen Rohstoffkosten wider", erklärte Hubert Culik, der Obmann der Lackindustrie des Fachverbandes Chemische Industrie, in einer Aussendung. Manche Rohstoffe hätten sich 2011 um bis zu 70 Prozent verteuert.

Auch die Exporte seien trotz Steigerung "hinter den Erwartungen geblieben". Die Ausfuhren stiegen 2011 um 10,8 Prozent auf 74.000 Tonnen an - knapp die Hälfte der gesamten Produktionsmenge. Die schwache Nachfrage aus Südeuropa habe diese aber belastet, so Culik. Dafür seien jene nach Deutschland um 17,3 Prozent und nach Polen um 31 Prozent gestiegen. Der Aufwärtstrend werde heuer aber weiterhin durch die stagnierende Auftragslage bei Industrielacken in den wichtigen Märkten in Osteuropa, Spanien, Griechenland und Portugal gebremst.

Um die Facharbeiter der Zukunft zu sichern, verhandelt die Berufsgruppe derzeit ein neues Lehrberufsmodul zum "Lack- und Anstrichmitteltechniker", das 2014 stehen soll. Um diese Lehre zu absolvieren, schicken manche der 27 heimischen Betriebe ihre jungen Mitarbeiter momentan zur Ausbildung in die Schweiz oder nach Deutschland, was sich ändern soll. Derzeit bildet die Branche in Österreich jährlich rund 50 Chemielabortechniker und Chemieverfahrenstechniker aus. Aber: "Wir brachen richtige Lack- und Anstrichmitteltechniker, die ihr Handwerk von Grund auf beherrschen", sagte Ernst Gruber, Stellvertreter von Lackindustrie-Obmann Culik.

Der gesamte Inlandsbedarf an Lacken und Anstrichmitteln belief sich im vergangenen Jahr auf 187.000 Tonnen, was gegenüber 2010 einem Anstieg von 9,9 Prozent entsprach. Der Pro-Kopf-Verbrauch lag somit bei rund 24 Kilogramm, nach 23 Kilo im Jahr davor. Der Wert der gesamten verbrauchten Lackmenge in Österreicher betrug 491 Mio. Euro - ein Plus im Vergleich zu 2010 von 11,8 Prozent.

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