Österreich liegt in der Eurozone auf Rang zwei – nur Deutschland ist besser

Österreich liegt in der Eurozone auf Rang zwei – nur Deutschland ist besser

Laut einer Studie der Allianz zur wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit der Euroländer steht Österreich trotz Krise sehr gut da. Griechenland hat sich verbessert, Zypern steht besonders schlecht da.

In einer jährlichen Analyse der makroökonomischen Ungleichgewichte in der Eurozone nimmt die Allianz den Zustand der einzelnen Mitgliedsstaaten unter die Lupe. Und wie nicht anders zu erwarten, sieht die Bilanz dieses Jahres nicht allzu gut aus: Heuer haben sich 10 von 17 Euro-Ländern gegenüber dem Vorjahr in ihrer Gesamtbewertung verschlechtert. Laut dieses „Allianz Euro Monitors“ konnte Österreich aber im Vergleich zum Vorjahr seine Bewertungen größtenteils halten und sogar einen Platz gut machen.

„Österreich konnte sich im Vergleich zu den anderen Euroländern sehr gut behaupten. Um Klassenprimus zu werden, müsste Österreich vor allem bei der Solidität der Staatsfinanzen zulegen", wird Martin Bruckner, Vorstand der Allianz Investmentbank AG und Chief Investment Officer der Allianz Gruppe in Österreich, in einer Aussendung zitiert.

Deutschland bleibt voran

Der „ Euro Monitor“ der Allianz ist ein makroökonomisches Monitoring- und Frühwarnsystem zur Identifizierung von Ungleichgewichten. Wie funktioniert die Studie im Detail? Die Staaten bekommen in jedem der 14 einzelnen Indikatoren einen Wert zwischen 1 und 10 zugewiesen – je höher der Wert, desto besser die Performance. Wie schon im Vorjahr erhält kein einziges Euroland eine sehr gute Bewertung (über 8). An der Spitze liegt weiterhin Deutschland (7,7), gefolgt von Österreich und Luxemburg (7,0) – diese beiden Länder liegen also ex aequo auf dem zweiten Platz. Wie geht es den großen Ländern? Frankreich (5,8) liegt nach wie vor auf Rang 10, Italien (4,5) büßte einen Rang ein und liegt nun auf Rang 13.

Die Kriterien

Vergleicht man einzelne Indikatoren der Allianz-Studie, zeigt sich, dass Österreich bei manchen Kritierien sehr gut abschneidet – etwa bei „Wettbewerbsfähigkeit und Inlandsnachfrage“, hier liegt das Land hinter Deutschland auf Platz 2. Das Gleiche gilt bei „Beschäftigung, Produktivität und Ressourceneffizienz“: Österreich punktet hier mit der niedrigsten Arbeitslosenquote der Euro-Zone und einer hohen Erwerbsquote (Platz 3).

Allerdings liegt Österreich bei der Arbeitsproduktivität nur auf Platz 12. Beim Punkt „Private Verschuldung und Auslandsvermögenssituation“ hat unser Land im Vergleich zum Vorjahr zwei Plätze gut gemacht und liegt derzeit auf Platz 2.

Minuspunkte gibt es für Österreich beim Punkt „Solidität der Staatsfinanzen" auf, wofür es nur Rang 8 gibt. Schuld daran haben die hohe Staatsverschuldung und staatliche Neuverschuldung sowie die vergleichsweise hohe Belastung aus Zinszahlungen an den Staatsausgaben.

Griechenland geht es etwas besser

Bezüglich der Situation in den Krisenländern konstatiert die Sutide, dass die derzeitige wirtschaftliche Schwäche „mögliche positive Resultate“ überdecken würde. Die weitreichenden strukturellen Reformen würden eben Zeit brauchen, um sich in ihrer gesamten Wirkung zu entfalten - dabei geht es unter anderem um das Defizit der öffentlichen Haushalte, Lohnstückkosten und Inlandsnachfrage.

Stichwort Griechenland: Das Land habe es geschafft, sich stärker zu verbessern als jedes andere Land der Eurozone, allerdings ausgehende von einem sehr niedrigen Niveau. Beispielsweise gab es einen Rückgang bei den Lohnstückkosten, der Verschuldungsgrad des privaten Sektors ist zurückgegangen. Michael Heise, Chefvolkswirt der Allianz SE, meint: „Insgesamt gibt es in Griechenland Fortschritte, die in der öffentlichen Diskussion übersehen werden.“

Neues Schlusslicht der Rangliste ist erstmals Zypern, das in drei von vier Kategorien deutliche Verschlechterungen im Vergleich zum Vorjahr aufweist und sich auch beim Gesamtwert von 3,6 im Vorjahr auf einen Wert von 3,0 verschlechterte.

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