OeNB: Heimische Wirtschaft gewinnt 2014 wieder an Fahrt

OeNB: Heimische Wirtschaft gewinnt 2014 wieder an Fahrt

Die österreichische Nationalbank (OeNB) hat ihre Prognose für das heurige Wirtschaftswachstum zwar geringfügig von 0,5 Prozent auf 0,4 Prozent gesenkt, sieht aber die zweijährige Schwächephase der heimischen Wirtschaft überwunden. 2014 soll es ein Plus von 1,6 Prozent (bisher: 1,5 Prozent), 2015 dann von 1,9 Prozent geben, heißt es in der am Freitag veröffentlichten Dezember-Prognose.

Wien. Die OeNB geht von einem strukturellen Budgetdefizit von 0,45 Prozent des BIP aus. Daraus errechne sich ein nachhaltiges Konsolidierungserfordernis von rund 3 Mrd. Euro, das 2014 und 2015 umzusetzen ist.

Die Nationalbank erwartet noch ohne Bankenhilfen sowohl 2014 als auch 2015 wie schon heuer ein Maastricht-Defizit von 1,6 Prozent. Mit Bankenhilfen könnte es in beiden Jahren 2,2 Prozent betragen. Die Staatsverschuldung wird ohne Bankenhilfen von heuer 74,2 Prozent des BIP in den Folgejahren auf 73,7 Prozent und 72,8 Prozent zurückgehen. Mit Bankenhilfen werden es 2014 74,3 Prozent und 2015 74,0 Prozent sein.

Inflation fällt unter zwei Prozent

Schon im zweiten Halbjahr 2013 erhole sich die österreichische Wirtschaft schrittweise. Zu den positiven Aussichten für die kommenden Jahre tragen nicht nur die Erholung der Weltwirtschaft, sondern auch die inländische Nachfrage bei. Die Inflation werde wie von der Europäischen Zentralbank (EZB) angestrebt unter zwei Prozent fallen, auf 1,7 Prozent 2014 und 1,6 Prozent 2015 (HVPI). Heuer sind es noch 2,1 Prozent. OeNB-Gouverneur Ewald Nowotny erwartet, dass Österreich weiter die niedrigste Arbeitslosenquote im Euroraum aufweisen wird, auch wenn sie von derzeit 4,9 Prozent auf 5,0 Prozent noch leicht zulegen dürfte.

Die real verfügbaren Haushaltseinkommen, die heuer um 1 Prozent geschrumpft sind, sollten 2014 um 0,8 Prozent und 2015 um 1,4 Prozent mehr werden. Der private Konsum wird nach Erwartung der OeNB in den kommenden beiden Jahren um 0,7 Prozent und 1,1 Prozent zulegen, nachdem er heuer stagniert hat. Aber auch die Sparquote wird sich von heuer 6,5 Prozent auf 6,7 Prozent und 7,0 Prozent schrittweise an frühere Niveaus annähern.

Importe und Exporte legen zu

Der öffentliche Konsum sollte in den kommenden beiden Jahren um jeweils 1,3 Prozent steigen (2013: plus 0,7 Prozent). Der Außenhandel dürfte sich wieder überdurchschnittlich entwickeln: Sowohl Exporte als auch Importe werden laut Prognose 2014 um 3,7 Prozent und 2015 um 5,2 Prozent zulegen. Heuer sieht die OeNB ein Exportwachstum von 1,6 Prozent und ein Importplus von 0,1 Prozent. Während die Arbeitslosigkeit hoch bleibt, steigt die Zahl der unselbstständig Beschäftigten um 0,6 Prozent (2014) bzw. 0,7 Prozent (2015).

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