ÖBB erhöhen erstmals seit zwei Jahren ihre Fahrkarten-Preise

ÖBB erhöhen erstmals seit zwei Jahren ihre Fahrkarten-Preise

Die Fahrkarten der ÖBB werden zum ersten Mal seit Dezember 2011 verteuert. Vor allem auf längeren Strecken kann es spürbar teurer werden. Im Gegenzug soll eine Vereinfachung von 61 auf künftig 31 verschiedene Tarife auf Kurzstrecken Verbilligungen bringen.

Wien. Die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) erhöhen ihre Fahrkartenpreise ab 1.1.2014 um im Schnitt 2 Prozent. Einige Strecken werden aber auch günstiger, bei den Vorteilscards gibt es teils leichte Preisreduktionen. Der Tarifdschungel wird weiter gelichtet: Statt 61 verschiedenen Tarifen gibt es künftig nur mehr 31, teilte das Unternehmen am Montag mit.

Die Tarife werden künftig anders gestaltet und sollen damit eher den gefahrenen Strecken entsprechen. Große Preissprünge für Einzelverbindungen werden fallen. Für fast jeden vierten Fahrgast komme es sogar zu Preissenkungen von bis zu 19 Prozent, versprechen die ÖBB. Sparschiene und "Einfach-Raus-Tickets" wird es weiter geben. Zuletzt wurden die Preise im Juli 2012, also vor eineinhalb Jahren, erhöht.

Die Preise der meist befahrenen Strecken steigen großteils an. Von St. Pölten nach Wien zahlt man künftig 12,70 statt 12 Euro, von Linz nach Wien 37,70 statt 34,30 Euro und von Graz nach Wien 37,50 statt 37 Euro. Von Klagenfurt nach Wien muss man künftig statt 50 ganze 51 Euro berappen, von Innsbruck nach Wien steigt der Preis von 62,50 gleich auf 66,10 Euro. Von Bregenz nach Wien werden statt 70,40 in Zukunft 72,20 Euro fällig. Die Strecke Salzburg-Wien kostet unverändert 49,90 Euro (alles Vollpreise).

Neue Regelung bei der Mitnahme von Hunden und Fahrrädern

Die Vorteilscards werden von acht Varianten auf vier im freien Verkauf reduziert: Classic, Jugend, Senior und Family (bisher Familie). Dabei wird nun auf Patchwork-Familien Rücksicht genommen: Mit der Family-Vorteilscard um 19 Euro kann künftig ein Erwachsener mit bis zu 50 Prozent Rabatt maximal zwei Kinder (zwischen 6 und 14 Jahren) gratis mitnehmen - diese müssen nicht seine eigenen Sprösslinge sein. Kinder unter 6 Jahren fahren weiterhin gratis.

Die rund eine Million Vorteilscards werden künftig kein Foto mehr aufweisen, stattdessen muss ein Lichtbildausweis mitgeführt werden. Bestellt werden können sie künftig auch online, ohne Gang zum Schalter. Und auch aufs Smartphone kann die Vorteilscard geladen werden, wenn die ÖBB-Ticket App genutzt wird.

Alles neu wird - preislich - für mitreisende Hunde und mitgenommene Fahrräder: Ihre Tickets kosten künftig 10 Prozent des Fahrpreises 2. Klasse. Die Hunde- und Fahrradkarten werden also nicht mehr pauschal, sondern entfernungsabhängig berechnet. Nur kurz reisende Vierbeiner und Drahtesel müssen damit weniger zahlen als bisher, für längere Trips wird's entsprechend teurer.

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