Niemetz: Heidi schnappt sich die Schwedenbomben

Niemetz: Heidi schnappt sich die Schwedenbomben

Die Produktion der beliebten Schwedenbomben in Österreich ist gesichert. Heidi Chocolat will in den weiteren Ausbau der Marke Niemetz investieren.

Die Heidi Chocolat AG hat heute ein verbindliches Kaufoffert für die Masse der in Insolvenz befindlichen Walter Niemetz GmbH gelegt. Erwin Vondenhoff, Generaldirektor von Heidi Chocolat, zeigt sich über den nun erfolgten Zuschlag erfreut: "Die Wiener Traditionsprodukte wie die Original Schwedenbombe, Manja und Swedy stellen für Heidi Chocolat eine perfekte Ergänzung ihres Premium Schokoladen-Sortiments dar. Mit dieser Akquisition steigen wir in den österreichischen Markt ein und wollen die Original Schwedenbombe dank unseres Know-hows auch in den Nachbarländern bekannt machen."

Volles Bekenntnis zu Österreich

Oberste Zielsetzung von Heidi Chocolat ist der reibungslose und unterbrechungsfreie Fortbetrieb von Niemetz in Wien. „Wir haben es von Anfang an immer ausdrücklich betont: Wir bekennen uns eindeutig zum österreichischen Standort“, so Vondenhoff weiter. Auch das bisherige Niemetz-Management äußert sich positiv über die gefundene Lösung: „Ich bin froh, dass mit Heidi Chocolat schlussendlich doch ein Käufer den Zuschlag erhalten hat, dessen Zukunftskonzept Hand und Fuß hat. Ich bin überzeugt, dass Niemetz mit dem neuem Eigentümer wieder zum alten Glanz zurückfinden wird“, erklärt Christoph Oberhauer, Verkaufsdirektor von Niemetz. „Gerade die Stärkung des Vertriebs, die Investitionen in unsere Marken und die Ausweitung des Marktes werden dazu beitragen, Niemetz wieder wirtschaftlich erfolgreich zu machen.“

Die Führung von Heidi Chocolat ist bestrebt, mit so vielen Mitarbeitern wie möglich rasch eine Einigung bezüglich deren Verbleib bei Niemetz unter Heidi zu erreichen. „Wir befinden uns derzeit im Gespräch mit Heidi Chocolat. Aufgrund der transparenten Vorgehensweise und Gesprächsbereitschaftgehen wir davon aus, dass die Übernahme reibungslos und für alle Beteiligten zufriedenstellend verlaufen wird. Die Niemetz-Belegschaft ist sehr erleichtert, dass sich nach der Unsicherheit der letzten Wochen nun eine stabile und nachhaltige Lösung abzeichnet“, erklärt Robert Ettmayer, Betriebsratsvorsitzender der Arbeiter.

Investitionen geplant

Heidi Chocolat plant eine Reihe von Investitionen, um die österreichischen Traditionsmarken Schwedenbomben, Manja und Swedy zu retten. „Wir werden die notwendigen zukunftssichernden Investitionen in den Produktionstandort, in Verkauf, Marketing und in die Organisation tätigen“, so Vondenhoff weiter. „Damit wird die Produktion der Schwedenbomben in Österreich absolut sichergestellt. Weiters planen wir den Export in die Nachbarländer Österreichs professionell und mit den entsprechenden Konzepten voranzutreiben. Wir sind überzeugt, mit all diesen Schritten einen erfolgreichen Fortbestand von Niemetz in Österreich sicherstellen zu können.“ „Wir bedanken uns auch ausdrücklich bei den österreichischen Kunden und Fans, die sich mit vollem Einsatz für den Fortbestand von Niemetz und deren Schwedenbomben eingesetzt haben – die beinahe 36.000 Mitglieder der Facebook-Gruppe ,Rettet die Niemetz Schwedenbomben‘ sprechen hier eine mehr als eindeutige Sprache“, so Vondenhoff abschließend.

Für die Übernahme macht Heidi Chocolat angeblich 5,25 Millionen Euro netto locker. Das teilte Gerhard Weinhofer, Geschäftsführer von Creditreform, am Mittwochnachmittag der APA auf Anfrage mit. Heidi-Chef Erwin Vondenhoff hatte zuvor keine konkrete Summe nennen wollen, gegenüber der APA aber angedeutet, dass das ursprüngliche Angebot von 4,3 Millionen Euro noch einmal nachgebessert worden sei.

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HEIDI CHOCOLATE
Der Schokobetrieb Heidi Chocolate S.A. wurde 1994 in Rumänien von der Schweizer Traditions-Confiserie Läderach gegründet. Seit April gehört der auf Premium-Produkte spezialisierte Süßigkeitenhersteller zum Firmenimperium von Julius Meinl und ist laut Unternehmenswebsite in mehr als 40 Ländern vertreten - neben Europa, den USA und Australien auch in einzelnen Staaten Südamerikas, Afrikas und Asiens.

Die Palette reicht von klassischen Schokotafeln in diversen Geschmacksrichtungen über Pralinen bis hin zu Creme- oder Nussriegeln. Die Firma, die in Pantelimon nahe dem östlichen Stadtrand von Bukarest liegt, beschäftigt rund 300 Mitarbeiter.

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