Neuer 10-Euro-Schein präsentiert - die Sicherheitsmerkmale

Neuer 10-Euro-Schein präsentiert - die Sicherheitsmerkmale

Die Österreichische Nationalbank präsentierte am Montag die neue Version der 10-Euro-Banknote. Der neue €-Zehner soll ab dem 23. September in Umlauf gebracht werden. Höhere Fälschungssicherheit, moderne Optik und Langlebigkeit stehen im Vordergrund.

Der Fünfer war im Mai letzten Jahres dran. Bald geht es nun auch dem alten Zehner an den Kragen. Denn ab September will die Europäische Zentralbank den neuen 10-Euro-Schein in Umlauf bringen. Er bietet nicht nur eine modernere Optik sondern vor allem die bereits von der 5-Euro-Banknote bekannten Sicherheitsmerkmale: Portrait-Hologramm, Portrait-Wasserzeichen und Smaragd-Zahl mit Farbwechsel auf der Vorderseite der Banknote.

Neuer Schein:

Bild: © OeNB

Alter Schein:

Bild: © OeNB

Die neuen Sicherheitsmerkmale der Europa-Serie lassen sich auf den Geldscheinen leicht ausmachen. Die von der ersten Euro-Serie bekannte Echtheitsprüfung mittels des Tests „Fühlen–Sehen–Kippen“ kann auch bei der Europa-Serie ganz einfach und ohne Hilfsmittel durchgeführt werden. Nachfolgend sind die Neuerungen bei den Sicherheitsmerkmalen
Veranschaulicht.

1. Fühlen
Beschaffenheit des Banknotenpapiers: Achten Sie darauf, dass sich das Papier griffig und fest anfühlt. Fühlbares Relief: Bei Hauptmotiv, Schrift und großer Wertzahl ist ein Relief spürbar.
Was ist neu? Auf der Vorderseite der neuen Banknoten lässt sich am linken und rechten Rand jeweils eine Reihe kurzer erhabener Linien ertasten.

2. Sehen
Wasserzeichen: Betrachten Sie die Banknote gegen das Licht. Ein schemenhaftes Motiv wird sichtbar, in dem der Wert der Banknote und ein Fenster zu erkennen sind.
Was ist neu? Das Porträt-Wasserzeichen. Auf den neuen Banknoten wird im Wasserzeichen ein Porträt der mythologischen Gestalt Europa sichtbar.

Sicherheitsfaden: Betrachten Sie die Banknote gegen das Licht. Der Sicherheitsfaden erscheint als dunkler Streifen, auf dem die Wertzahl in sehr kleiner, weiser Schrift sichtbar wird.
Was ist neu? Auf dem Sicherheitsfaden ist das €-Symbol zu sehen.

3. Kippen
Hologramm: Kippen Sie die Banknote. Der silberne Streifen im rechten Teil der Vorderseite zeigt die Wertzahl und das €-Symbol.
Was ist neu? Das Porträt-Hologramm. Ein Porträt der Europa und ein Fenster werden sichtbar. Die zweite Neuheit ist die Smaragd-Zahl. Kippen Sie die Banknote. Auf der Vorderseite links unten sehen Sie eine glänzende Zahl, auf der sich ein Lichtbalken auf und ab bewegt. Außerdem verändert die Zahl ihre Farbe von Smaragdgrün zu Tiefblau.


Bild: © OeNB

Schrittweiser Austausch des gesamten Bargeldes

Außerdem wird die neue 10-Euro-Banknote eine Beschichtung und somit eine längere Lebensdauer aufweisen. Ebenso wie die 5-Euro-Banknote bleibt die 10-Euro-Banknote der ersten Serie bis auf weiteres gesetzliches Zahlungsmittel und kann bei der Österreichische Nationalbank (OeNB) unbefristet umgetauscht werden. Die Ausgabe der neuen Banknoten wird ab 23. September 2014 erfolgen.

Neben den neuen Sicherheitsmerkmalen ist auf den Noten wie schon beim neuen Fünf-Euro-Schein ein kleines Porträt der griechischen Sagengestalt Europa zu sehen. Die Gestaltung der Note orientiert sich zu großen Teilen am Vorgänger: Die Tore und Brücken auf den Scheinen bleiben erhalten.

Die Europäische Zentralbank hatte im Mai vergangenen Jahres mit dem Fünf-Euro-Schein erstmals nach der Euro-Einführung 2002 neue Banknoten in Umlauf gebracht. Dieses Jahr folgt nun der neue Zehn-Euro-Schein, darauf in aufsteigender Reihenfolge die Noten mit den höheren Nennwerten: 20, 50, 100, 200 sowie 500 Euro.

Anstieg bei Fälschungen

Bei der Vorstellung der neuen Banknote im Rahmen einer Pressekonferenz informierte die OeNB am Montag auch über aktuelle Zahlen in Sachen Betrugsbekämpfung. Bundesweit wurden demnach im Vorjahr 8.193 Fälschungen aus dem Umlauf gezogen. Dies bedeutet zwar eine Steigerung um fast ein Viertel. Bei einem Banknotenumlauf von etwa 500 Millionen Stück in Österreich ist dies allerdings eine verschwindend geringe Zahl.


Bild: © OeNB

Die in Österreich am häufigsten gefälschte Banknote war mit 39,5 Prozent die 100-Euro-Banknote, gefolgt von der 50-Euro-Banknote mit 32,3 Prozent und der 20-Euro-Banknote mit 18,2 Prozent. Insgesamt machen diese drei Kategorien 90 Prozent der österreichweiten Fälschungen aus. Das Zentrum des Falschgeldaufkommens lag mit 45 Prozent in Wien. Der durch Falschgeld verursachte Gesamtschaden betrug laut Angaben der OeNB knapp 600.000 Euro.

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