Nach Eis-Chaos: 2000 steirische Haushalte ohne Strom

Nach Eis-Chaos: 2000 steirische Haushalte ohne Strom

Die Winterlandschaft lädt zu Spaziergängen ein. Wanderungen im Wald oder Parkanlagen können derzeit in der Steiermark allerdings tödlich sein. Sollte zum Wochenende neuer Schnee hinzukommen, wird es wieder kritischer für die Stromversorgung.

Graz. Nach dem Eis-Chaos hat sich am Dienstag beim steirischen Energieversorger die Lage etwas entspannt: Am Vormittag waren noch rund 2.000 Haushalte - vor allem in der Südweststeiermark - ohne Strom. "Wir hoffen, im Laufe des Tages bis auf wenige Ausnahmen wieder alle Kunden ans Netz zu bringen", erklärte Urs Harnik-Lauris, Sprecher der Energie Steiermark.

Mit ein wenig Sorge blickten die Einsatzkräfte jedoch in Richtung des kommendes Wochenendes: Fällt Schnee und Eis bei den etwas milderen Temperaturen der kommenden Tage nicht von den Bäumen und kommt am Wochenende neuer Schnee hinzu, könnte es wieder kritisch werden, warnte Harnik-Lauris. Am Dienstag waren immer noch rund 150 Mitarbeiter des Energieversorgers im Einsatz und versuchten, alle Haushalte zumindest provisorisch wieder mit Strom zu beliefern. Bis die Schäden komplett beseitigt sind, wird es jedoch noch etwa drei Wochen dauern.

Beim Landesfeuerwehrverband Steiermark beruhigte sich die Situation vor allem in der Nacht auf Dienstag. Am Vormittag mussten noch etwa 20 Einsätze bewältigt werden. Laut Sprecher Thomas Meier waren in den vergangenen Tagen rund 5000 Kräfte zu mehr als 2000 Einsätzen ausgerückt.

Landesrat Johann Seitinger (ÖVP) warnte indessen vor Wanderungen im Wald, die durch den aktuellen Schnee und das Eis "tödlich" sein könnten: "Die Gefahr ist derzeit im Wald und auch in Parkanlagen gigantisch groß, und es kommt immer wieder zu schweren Unfällen." Er riet, sich derzeit nur bei absoluter Notwendigkeit in Wäldern und Parkanlagen aufzuhalten. Landesforstdirektor Michael Luidold meinte: "Das idyllische Bild des verschneiten Waldes trügt."

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