Mitterlehner: Arbeitslosigkeit wird steigen

Mitterlehner: Arbeitslosigkeit wird steigen

Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner erwartet weiter leicht steigende Arbeitslosenzahlen. Für Jugendliche hat er einige Tipps parat - zum Beispiel Zeitunglesen.

Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner (V) erwartet in Österreich weiter leicht steigende Arbeitslosenzahlen. Jugendliche, die eine abgeschlossene Ausbildung haben, können aber "mit einiger Wahrscheinlichkeit" damit rechnen, einen Job zu bekommen, meinte der Minister am "Gewinn InfoDay" vor hunderten Schülerin in Wien. Aber gesamtheitlich betrachtet werde das nächste Jahr "sicher nicht leicht werden".

Mitterlehner nahm auch auf das aktuelle Downgrading Frankreichs Bezug und meinte, das Land befinde sich bereits in der Krise. Grundsätzlich gelte, man habe in Teilen Europas über den Verhältnissen gelebt, die Krise sei auch eine Folge der Maßlosigkeit. Dass diese auch die Pensionen gefährde, glaubt er nicht. Es gäbe hier zwar einiges zu tun, aber "das Pensionssystem ist ein sicheres System", so Mitterlehner.

Zum Abschluss seiner Rede von Schülern aus ganz Österreich gab der Minister noch einen Tipp: "Lest möglichst oft die Zeitungen." Je mehr man wisse, desto mehr verstehe man und desto mehr könne man Abläufe beeinflussen. Seine Erfahrung zeige, dass Jugendliche durchaus Interesse an der Politik hätten.

Dabei hat ein Lokalaugenschein der APA am "Gewinn InfoDay" ein etwas anderes Bild gezeigt. Im Ausstellungssaal, in dem sich Unternehmen und Behörden präsentierten, herrschte beispielsweise mangelndes Interesse der Jugendlichen bei den Ständen der EU, der Nationalbank, des AMS und des Bundesheeres. Ganz anders war hingegen das Bild vor den Boxen von Asfinag und Austro Control, die offensichtlich die Jugendlichen mehr ansprachen. Erwartungsgemäß regen Andrang gab es auch bei allen Ständen mit Gewinnspiel.

Für Heiterkeit sorgte die Frage eines Schülers an den Minister, wie er es denn mit der Freigabe von Drogen halte. Mitterlehner zeigte sich hier skeptisch, verwies aber auch auf das Beispiel der USA, wo kürzlich die Bevölkerung in einigen Bundesstaaten einer Legalisierung zustimmte.

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