Metallindustri: Noch keine Gehaltsabschlüsse

Metallindustri: Noch keine Gehaltsabschlüsse

Arbeitgeber und Gewerkschaften können sich in der ersten Runde nicht einigen - nächste Woche soll es weitergehen.

Nach etwa drei Verhandlungsstunden ist heute die erste Runde für die neuen Gehaltsabschlüsse in der Metallindustrie zu Ende gegangen. Wie erwartet kam es zu keiner Einigung. Pro-Ge-Chef Rainer Wimmer bezeichnete die Verhandlung im Anschluss vor Journalisten als "mühselige Gschicht". Für die Arbeitgeber betonte der Obmann des größten Metallfachverbandes FMMI, Christian Knill, dass die Gehaltsforderung von 5 Prozent "unter diesen Bedingungen nicht nachvollziehbar und schwer erfüllbar" sei. Das sehen die Arbeitnehmervertreter naturgemäß nicht so und bleiben bei der geforderten Erhöhung.

Im Bild oben: Arbeitnehmervertreter Rainer Wimmer (r.), Karl Proyer (l.) und die Vertreter der Arbeitgeber der Metallindustrie Wolfgang Welser (2.v.l.) und Manfred Engelmann (Bild: APA)

Die Gewerkschaften Pro-Ge und GPA-djp verhandeln heuer erstmals mit allen sechs Metallverbänden getrennt. Der Startschuss fiel heute mit der Maschinen- und Metallwarenindustrie (FMMI), die rund 120.000 der 180.000 Metaller vertritt. Der nächste Termin wurde für den 26. September anberaumt. Kommt es da wieder zu keiner Einigung, ist noch eine Verhandlung für den 5. Oktober vorgesehen. Am 15. Oktober sollen dann die Gespräche mit dem Berg- und Stahlbau beginnen.

Nach dem heutigen ersten Treffen sei der Gewerkschaft überhaupt nicht klar, was die Arbeitgeber wollen, sagte Wimmer. "Die Arbeitgeber haben eine Reihe von Forderungen, die sie aus Sicherheitsgründen geheim halten", gab er sich zynisch. Man werde den 26. September nutzen, "um gescheiter zu werden, was die überhaupt wollen".

Karl Proyer (GPA), Verhandlungsführer auf Arbeitnehmerseite neben Wimmer, findet, dass die "Beschäftigen das Recht haben zu erfahren, was die Arbeitgeberseite will". Die Gewerkschaft erfahre zwar aus Medien, dass die Metallindustrie eine Arbeitszeitflexibilisierung wolle, "aber mit uns reden sie nicht". Das Problem sei, so Wimmer, dass "in der Öffentlichkeit jemand anderer kommuniziert als am Verhandlungstisch".

Die Verhandlungsfortschritte auf Industrieseite wurden heute erstmals nicht vom Chefverhandler der FMMI präsentiert, sondern von Fachverbandsobmann Knill. Knill sagte dazu auf APA-Anfrage: "Die Verhandler sollen sich aufs Verhandeln konzentrieren." Außerdem habe Johannes Collini, ein Vorarlberger Unternehmer, sein Flugzeug erwischen müssen.

Das Wort Streik nahmen die Arbeitnehmervertreter Wimmer und Proyer noch nicht in den Mund, betonten aber, dass es ihnen angesichts der "wirtschaftlich guten Situation" der Betriebe ernst sei mit der kräftigen Lohn- und Gehaltserhöhung. Knill sieht das nicht so: "Was wir brauchen ist Planungssicherheit. Wir können nicht alles über einen Kamm scheren - auch nicht bei den prozentuellen Erhöhungen."

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