Meinl Bank wegen "Marktmanipulation" verurteilt

Meinl Bank wegen "Marktmanipulation" verurteilt

In der Begründung wird der Meinl Bank Marktmanipulation beim Handel mit MEL-Zertifikaten vorgeworfen, berichtet der "Kurier" (Donnerstagausgabe). Die Bank weist die Vorwürfe zurück und will gegen das Urteil berufen.

Erstmals sei einem Meinl European Land-Anleger Schadenersatz wegen Kursmanipulation durch die Zertifikatsrückkäufe zugesprochen worden, so der Anwalt des Prozessfinanzierers AdvoFin, Ulrich Salburg, zur Zeitung. AdvoFin vertrete 6.090 MEL-Kläger mit einem mutmaßlichen Schaden in Höhe von 220,5 Mio. Euro.

Die Meinl Bank kontert gegenüber der APA, es habe sich um einen typischen "Aktienkauf auf Probe" gehandelt. Der Kläger habe zunächst mit Gewinn verkauft und dann noch einmal über einen unabhängigen Broker gekauft. Als die Kurse nicht stiegen, habe er geklagt. "Wenn das Schule macht, kann die Börse zusperren", so Bankchef Peter Weinzierl. Die Bank werde berufen, weil mit dem Urteil gegen vom Obersten Gerichtshof (OGH) aufgestellte Kriterien zur Abgrenzung zwischen Sparbuch-Sparern und erfahrenen Anlegern entschieden worden sei.

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