"Mein Veto": Wer steckt hinter der seltsamen Initiative?

"Mein Veto": Wer steckt hinter der seltsamen Initiative?

Eine "überparteiliche Plattform" will die Bevormundung des Bürgers bekämpfen. Dahinter stecken Philosophen, Manager und die Tabak- und Alkoholindustrie.

trend-Autor Othmar Pruckner hat gestern über eine Pressekonferenz einer erstaunlichen Initiative geschrieben. In Wien war eine Bewegung namens "Mein Veto - Bürger gegen Bevormundung" vorgestellt worden, dabei kam heraus, dass unter anderem der Verband der Brauereien und British American Tobacco zu den Unterstützern zählen. Zwar sei die Initiative vor allem "Eigenengagement" der Beteiligten, doch die Hilfe der Alkohol- und Nikotinindustrie wollte man gar nicht leugnen.

Wer also steckt wirklich hinter "Mein Veto" , das immerhin in einigen Medien vorgestellt wurde (etwa im heutigen Kurier), wenn auch stets mit kritischem Unterton. Zu den weiteren Unterstützern zählen laut Angaben auf der Website die PR-Agentur Ecker & Partner (die wohl die Umsetzung des Ganzen verantwortet) sowie das Café Drechsler und der Verband der Cigarren- und Pfeifenhändler. Auch an Menschenmaterial zur Personalisierung der "überparteilichen" Plattform mangelt es nicht: Da wäre einmal Franz Wuketits , Professor am Institut für Philosophie der Universität Wien. Er hat zuletzt ein Buch über die "Zivilisation in der Sackgasse" geschrieben. Ebenfalls an Bord der Veto-Bewegung ist der Philosoph Robert Pfaller, Ordinarius am Institut für Philosophie an der Universität für angewandte Kunst in Wien . Er hat sich bei der Pressekonferenz als bedingungsloser Freund des Rauchens vorgestellt, mit seinen Aussagen beispielsweise zur Emanzipation und zum Sexismus hat der Philosoph und Autor schon bisher für so manche Diskussion gesorgt.

Die Frage ist nur: Wozu oder womit haben sich die Philosophen vor den Karren der Veto-Bewegung spannen lassen?

Zu den weiteren Unterstützern zählen der ehemalige GfK-Geschäftsführer Rudolf Bretschneider sowie Ottakringer-Vorstandsvorsitzender Siegfried Menz . Getragen soll die Veto-Idee von einer Art Studie werden, die GfK durchgeführt hat: Demnach finden 93 Prozent der Österreicher , dass sich die Politik zu wenig um die Probleme des Landes kümmert.

Die Aussagekraft solcher Studien ist überschaubar, der Erfolg der ganzen Initiative ebenfalls: Bisher (Stand Mittwoch, 15 Uhr) haben sich 135 Unterstützer für die Sache gefunden - Mitarbeiter der involvierten Unternehmen dürften darunter sein.

Haselsteiner und Waffenproduzent Glock sollen Flughafen Klagenfurt retten

Wirtschaft

Haselsteiner und Waffenproduzent Glock sollen Flughafen Klagenfurt retten

Regierung einig: Steuerreform vor Beschluss

Politik

Regierung einig: Steuerreform vor Beschluss

Slideshow
Shopping-Neuheiten: Diese Stores kommen heuer nach Österreich

Wirtschaft

Shopping-Neuheiten: Diese Stores kommen heuer nach Österreich