Koalition steht - Das sind die Minister des Kabinett Faymann II

Koalition steht - Das sind die Minister des Kabinett Faymann II

Österreich hat wieder eine Bundesregierung. Das Kabinett Faymann II und die große Koalition wurden fixiert. In der ÖVP wurde bis zuletzt um Posten gerungen. Hier sind die Namen aller Regierungsmitglieder. Die offizielle Bekanntgabe wird am Freitag erfolgen.

Wien. Die Würfel sind gefallen. Die Verhandlungen um die Minister der neuen österreichischen Bundesregierung sind entschieden. Auf der Namensliste stehen viele bekannte Namen. Bei der SPÖ bleibt nahezu alles beim Alten. Bei der Volkspartei gibt es allerdings gröbere Veränderungen. Die letzten Personalentscheidungen hat die Volkspartei erst bei einer Sitzung des Parteivorstandes am Donnerstagabend endgültig festgezurrt.

Vizekanzler Michael Spindelegger übernimmt das Finanzressort. Maria Fekter ist damit als Finanzministerin Geschichte. Unterstützt wird Spindelegger als Finanzchef des Landes in Zukunft von einem neuen Staatssekretär, Jochen Danninger. Dieser war bisher Spindeleggers Kabinettschef.

Der Aufstieg von Sebastian Kurz vom Wiener JVP-Chef zum Staatssekretär für Integrationsfragen und weiter zum Minister ist ebenfalls besiegelt. Kurz bekommt das Außenministeramt. Mit 27 Jahren wird Kurz der jüngste Minister aller Zeiten sein. Karl-Heinz Grasser war 31, als er im Kabinett Schüssel zum Finanzminister ernannt wurde. Zwei ÖVP Minister konnte sich alten: Johanna Mikl-Leitner wird weiterhin das Innenressort kontrollieren und Reinhold Mitterlehner wird als Wirtschaftsminister weiterarbeiten können. Sein Ressort wird sogar aufgewertet, und zwar um die Agenden Wissenschaft und Forschung des bisherigen Wissenschaftsministers Karlheinz Töchterle. Dieser wurde beim ÖVP-Parteivorstand am Donnerstagabend abserviert.

Die Motivforscherin Sophie Karmasin übernimmt die verbliebenen Agenden aus Töchterles ehemaligem Bereich und wird Jugend- und Familienministerin. Die Ablöse von Justizministerin Beatrix Karl ist ebenfalls fixiert. Als Nachfolger hat ÖVP-Chef Spindelegger den Vorstand des Instituts für Wirtschaftsstrafrecht der WU Wien, Wolfgang Brandstetter, bestimmt.

Wie für Maria Fekter endet auch für den bisherigen Umweltminister Nikolaus Berlakovich die Zeit auf der Regierungsbank. Seine Nachfolge tritt der Tiroler Andrä Rupprechter, Leiter der Direktion für ländliche Entwicklung im Rat der EU an.

Die SPÖ wird neben dem Bundeskanzler Werner Faymann weiterhin sechs Minister stellen - also auch sieben "Köpfe" im Ministerrat. Sie sind alle altbekannt, bekommen aber teilweise neue Aufgaben. Eine Ministerin, Claudia Schmied, scheidet aus. Ihre Agenden werden aufgeteilt.

Den Bereich Unterricht übernimmt Gabriele Heinisch-Hosek. Sie bleibt auch für Frauen zuständig, gibt aber den Öffentlichen Dienst ab - und zwar an Josef Ostermayer. Der steigt vom Staatssekretär zum Kanzleramtsminister auf und wird neben den Beamten auch Kunst und Kultur (bisher Schmied) sowie Medien betreuen.

Ein neues Gesicht in der roten Mannschaft ist die künftige Finanz-Staatssekretärin Sonja Steßl. Sie wechselt aus den Abgeordnetenreihen auf die Regierungsbank - als Nachfolgerin von Andreas Schieder, der jetzt Klubobmann ist.

Mit Gesundheitsminister Alois Stöger hat sich einer im Team gehalten, der lange als Ablösekandidat gehandelt wurde. Gerald Klug bleibt Verteidigungsminister - nachdem es doch nicht zum innerkoalitionären Tausch Justiz gegen Verteidigung gekommen ist - und Doris Bures bleibt Verkehrsministerin.

Die Minister und die Staatssekretäre im Überblick

SPÖ:
- Werner Faymann: Bundeskanzler
Ministerien:
- Rudolf Hundstorfer: Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz
- Gabriele Heinisch-Hosek: Unterricht, Frauen
- Alois Stöger: Gesundheit
- Gerald Klug: Landesverteidigung und Sport
- Doris Bures: Verkehr, Innovation und Technologie
- Josef Ostermayer: Kanzleramt (Medien, Beamte, Kunst und Kultur)

Staatssekretärin:
- Sonja Steßl: Finanzen

ÖVP:
Ministerien:
- Michael Spindelegger: Finanzen, Vizekanzler
- Johanna Mikl-Leitner: Inneres
- Sebastian Kurz: Äußeres
- Wolfgang Brandstetter: Justiz
- Reinhold Mitterlehner: Wirtschaft, Wissenschaft und Forschung
- Sophie Karmasin: Familie und Jugend
- Andrä Rupprechter: Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft

Staatssekretär:
- Jochen Danninger: Finanzen

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