Knalleffekt im Telekom V Prozess: Drei Anklagen zurückgezogen, die gegen EX-ÖBB-Chef Huber ausgeweitet

Knalleffekt im Telekom V Prozess: Drei Anklagen zurückgezogen, die gegen EX-ÖBB-Chef Huber ausgeweitet

Im Telekom V Prozess sind heute überraschend mitten in der Hauptverhandlung die Anklagen gegen drei Angeklagte zur Gänze zurückgezogen worden. Die Vorwürfe gegen die Angeklagten seien entkräftet worden. Der EX-ÖBB Chef Martin Huber wird wegen Schweren Betrugs angeklagt.

Ein Architekt, ein Telekom-Mitarbeiter sowie die Ex-Telekom-Mitarbeiterin und ÖBB-Personenverkehrschefin Birgit Wagner waren wegen Beweismittelfälschung und Begünstigung angeklagt. Es habe sich ergeben, dass der Vorwurf der Beweismittelfälschung nicht haltbar sei, so der Ankläger. Das inkriminierte Gutachten des Architekten sei nicht gefälscht gewesen, auch nicht rückdatiert.

Der Staatsanwalt entschuldigte sich beim Architekten, der sich über über rüde Behanddlung durch Polizisten beschwert habe. Ihm sei gesagt worden, "diesmal müssens das Zahnbürstel noch nicht mitnehmen", um anzudeuten dass ihm eine Verhaftung drohen könne. Ihm sei gesagt worden, "diesmal müssens das Zahnbürstel noch nicht mitnehmen", um anzudeuten dass ihm eine Verhaftung drohen könne.

Anklage gegen Huber ausgeweitet
Der Ex-ÖBB-Chef Martin Huber wird wegen schweren Betruges an seinem früheren Arbeitgeber angeklagt. Staatsanwalt Michael Radasztics hat die Anklage ausgeweitet. Bisher musste sich Huber "nur" wegen Mittäterschaft bei Untreue an der Telekom verantworten. Huber habe gegenüber den ÖBB nicht die Wahrheit über sein Engagement beim Kauf und Verkauf der Schillerplatz-Immobilie gesagt, begründete der Ankläger die Ausweitung. In Wirklichkeit sei Huber faktischer Geschäftsführer beim Käufer, der Schillerplatz 4-Projektentwicklungsgesellschaft SP4, gewesen und nicht seine Ehefrau. 75 Prozent der SP4-Anteile hatte Huber, dies habe er gegenüber der ÖBB nicht offengelegt. Die Anklage lautet Schwerer Betrug, da die Schadenssumme über 50.000 Euro betrage.

Mehr zu den Telekom-Verfahren gibt es auf unserer Skandalseite .

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