Keine Weihnachtskrise zu befürchten

Keine Weihnachtskrise zu befürchten

Laut Ernst & Young-Umfrage wollen die Österreicher heuer für Weihnachtsgeschenke fast genauso viel ausgeben wie im Vorjahr – sie sind auch spendabler als die Deutschen.

Wer an diesem verlängerten Wochenende in Einkaufszentren und Einkaufsstraßen unterwegs war, merkte es bereits: Weihnachten ist nahe – und die Kauflust der Österreicher scheint ungebrochen; von Krise ist keine Spur. Dieses subjektive Gefühl wird nun durch eine aktuelle Verbraucherumfrage von Ernst & Young bestätigt: Demnach wollen die Österreicherinnen und Österreicher heuer für Weihnachtsgeschenke pro Kopf im Schnitt 273 Euro ausgeben. Das ist beinahe soviel wie im Vorjahr (277 Euro).

Kauflust doch etwas gebremst

Allerdings hatten sich 2010 die geplanten Ausgaben noch auf 298 Euro belaufen. Die wirtschaftliche Lage sei weiterhin angespannt, das wirke sich direkt auf die Kauffreude der Konsumenten und somit auf das Weihnachtsgeschäft in Österreich aus, meint Markus Jandl, Partner bei Ernst & Young in Österreich und Leiter der Branchengruppe Retail und Consumer Products. Also doch eine Mini-Krise von Weihnachten?

Jedenfalls will ein Viertel der Befragten (22 Prozent) keinesfalls mehr als 100 Euro ausgeben. Im Gegenzug ist der Anteil der besonders Ausgabefreudigen mit einem Weihnachtsbudget von mindestens 1000 Euro um einen Prozentpunkt auf drei Prozent zurückgegangen. Laut Ernst & Young steigt indes die Kauflust der traditionell konsumstarken Gruppe der 36- bis 55-Jährigen. Und heuer wollen vor allem die 56- bis 65jährigen viel ausgeben; sie erhöhen ihr Durchschnittsbudget von 290 auf 320 Euro.

Spendabler als die Deutschen

Die Österreicher geben deutlich mehr für Weihnachtsgeschenke aus als die Deutschen, denen die Christkind-Freude jeweils nur 230 Euro Wert ist. „Der Unterschied liegt darin, dass die weihnachtliche Geberlaune der Deutschen einen starken Aufwärtstrend zeigt, während die einheimische stabil bleibt“, wird Markus Jandl in einer Aussendung von Ernst & Young zitiert.

Zurück nach Österreich: Männer wollen 277 Euro ausgeben, Frauen hingegen nur 268 Euro. Und was wird gekauft? Traditionell werden am liebsten Bücher unter den Weihnachtsbaum gelegt, hier sollten aber Geldgeschenke und dominieren: Sechs von zehn Befragten planen, mit Geld zu erfreuen. Und wo wird gekauft? Der Onlinehandel hat sich als wichtige Vertriebsform etabliert - und zwar nicht nur bei jungen Verbrauchern, heißt es seitens Ernst & Young.

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