Keine Fusion von Volksbanken und ÖVAG

Keine Fusion von Volksbanken und ÖVAG

Borns sieht regionale Verankerung als wichtigen Aspekt.

Die Volksbanken müssen über ihr neues Haftungsmodell ("Verbundbank") näher an die ÖVAG (Volksbanken AG) rücken. Eine Fusion von ÖVAG und Volksbanken wird es nicht geben, sagte ÖVAG-Aufsichtsratschef Hans Jörg Schelling nach dem gestrigen Aufsichtsrat. Es gelte jetzt, das Verbundmodell auflagengemäß umzusetzen. Die Primärbanken vor Ort hätten dem Vertrag ihre Unterschrift gegeben. Jetzt sei dieser Vertrag mit Leben zu erfüllen, hieß es heute. Dies sei der wesentliche Grund, warum Rainer Borns zum Vorstand Verbundstruktur/COO bestellt wurde. Borns habe die gesamten Verhandlungen mit dem Sektor geführt.

Borns hat einen Vierjahresvertrag und beginnt seinen neuen Job in der ÖVAG Anfang August. Er sagte heute, dass mit dem neuen Verbundmodell die regionale Verantwortung und die in einem Markt wie Österreich notwendige Effizienz in neuer Form umzusetzen sei. Zu den wichtigsten Assets zählten regionale Verankerung und das persönliche Vertrauen von einer Million Mitgliedern.

Synergien heben

Es gehe darum, Synergien und Effizienzen zu heben, unterstrich Borns. Zu Sorgen vor Souveränitätsabgaben an das unter Staatseinfluss stehende Wiener Spitzeninstitut meinte er, dass im Bankgeschäft die Definition der Selbstständigkeit "fließend" sei. Die Volksbanken gäben nichts von ihrer Kernkompetenz der Kundennähe vor Ort ab. Die regionalen Volksbanken haben 50,1 Prozent an der ÖVAG, die Republik besitzt 43,3 Prozent.

Volksbanken-Präsident Heribert Donnerbauer bezeichnete Stephan Koren als Vorstandschef und Rainer Borns als Verbundvorstand als sehr gute Wahl. "Beide sind aufgrund ihrer Kompetenzen hervorragend geeignet, das von den Volksbanken gemeinsam mit der Republik paktierte neue Verbundmodell zügig umzusetzen", so Donnerbauer in einer ersten Stellungnahme. Damit, so der Volksbanken-Verbandspräsident - werde auch im Interesse des Steuerzahlers der Volksbanken-Verbund in eine erfolgreiche Zukunft geführt werden.

Seit Mai hatte Michael Mendel die ÖVAG interimistisch geleitet, davor war er Vizegeneraldirektor. Aufsichtsratschef Schelling sagte, Mendel habe monatelang wesentliche Vorarbeiten geleistet und die entscheidenden Verhandlungen geführt, sein Vertrag werde von Seiten des Aufsichtrats natürlich erfüllt. Er gehe davon aus, dass der neu bestellte Generaldirektor Koren mit Mendel erfolgreich zusammenarbeiten werde, so der Aufsichtsratschef heute.

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