Kärntner Hypo: Restrukturierung, Zerschlagung und zu wenig Zeit

Kärntner Hypo: Restrukturierung, Zerschlagung und zu wenig Zeit

Die notverstaatlichte Kärntner Hypo ist zuletzt wieder verstärkt in den Schlagzeilen aufgetaucht. Neuester Aufreger: EU-Wettbewerbskommissar Joaquin Almunia forderte eine umfassende Restrukturierung oder eine geordnete Abwicklung der Bank; man warte auf einen Restrukturierungsplan.

Das nur wenige Tage, nachdem ein Arbeitspapier des Hypo-Managements bekannt wurde, in dem mehr Zeit für die Abwicklung gefordert wird. Seitens der Bank verwies man am Samstag auf den am 5. Februar übermittelten Restrukturierungsplan.

Man gehe davon aus, das über diesen in den nächsten Wochen Gespräche geführt würden, vorher wolle man nicht über deren Ausgang spekulieren, hieß es Samstagvormittag zur APA.

Dem Vernehmen nach soll der Verkauf der Österreich-Tochter der zu zerschlagenden Hypo-Gruppe - der heuer gelingen soll, oder wohl viel mehr muss - vor der EU als Beispiel dienen, dass man eine Bank restrukturieren kann und diese auch an den Mann bringt; um dann vielleicht etwas mehr für Zeit von der EU-Kommission für selbiges bei den Süd-Osteuropa-Töchtern zu bekommen. Denn um die Verkaufschancen am Balkan halten sich zumindest derzeit in engen wirtschaftlichen Grenzen.

Aus dem Finanzministerium war Samstagfrüh vorerst keine Information zu erhalten. "Es finden jetzt Gespräche auf Expertenebene statt", sagte ein Ministeriumssprecher gestern zu Reuters.

Nach Bekanntwerden des Vorstandspapieres über das Nachrichtenmagazin "Format" kam zuletzt von Hannes Androsch Rückendeckung für mehr Zeit für die Hypo-Reprivatisierung bzw. Zerschlagung der Gruppe: "Die Kommission muss einsehen, dass ein Verkauf unter Zeitdruck zu einer Vermögensvernichtung führt", so der Präsident der staatlichen Banken-ÖIAG Fimbag. Die Regierung müsse der EU klar machen, dass die Bank mehr Zeit brauche.

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