Kärnten-Wahl: Dörfler und Scheuch-Brüder sogar in Heimatgemeinden abgestürzt

Kärnten-Wahl: Dörfler und Scheuch-Brüder sogar in Heimatgemeinden abgestürzt

Wie schwer die Niederlage der FPK in Kärnten war, zeigt sich auch an den Ergebnissen in den Heimatgemeinden der bisherigen freiheitlichen Führungsriege - der hat diesmal nicht einmal der Heimatbonus helfen können.

Die Homepage der Kärntner Gemeinde Mühldorf ist nicht ganz auf dem letzten Stand: "Nächste Gemeinderatssitzung am Mittwoch, den 10. Oktober 2012" ist dort etwa zu lesen. Immerhin sind die Ergebnisse der Landtagswahl vom letzten Sonntag schon zu finden - und die haben den Umschwung auch in das Dorf im unteren Mölltal gebracht: Die FPK, die derzeit fünf der elf Mandate im Gemeinderat hält, ist von mehr als 50 Prozent (Landtagswahl 2009) auf unter 33 Prozent abgestürzt; die SPÖ kam auf 37 Prozent.

Das wäre nicht sonderlich beachtenswert, wenn nicht die Brüder Scheuch in Mühldorf wohnen würden. So haben die Freiheitlichen sogar in der Heimatgemeinde von Kurt und Uwe Scheuch eine Niederlage hinnehmen müssen.

Auch Dörfler hat keinen Heimatbonus

Der bisherige Landeshauptmann Gerhard Dörfler konnte auch nicht wirklich einen Heimvorteil lukrieren: In seiner Gemeinde Himmelberg (Bezirk Feldkirchen) hat die FPK 27,1 Prozentpunkte verloren und kam auf nur noch rund 30 Prozent. Die SPÖ hingegen gewann 7,1 Prozentpunkte und kam auf mehr als 26 Prozent.

Haiders "Republik Bärental"

Die Gemeinde Feistritz im Bärental ist unter anderem dafür bekannt, dass hier die Familie Haider wohnt, genauer gesagt im Bärental. Zwar wird Feistritz von einer SPÖ-Bürgermeisterin regiert, doch der Name Jörg Haider scheint noch immer recht präsent zu sein - so gab es Anfang Februar ein "Jörg Haider-Eisstock-Gedenkturnier" im Sportzentrum.

Der Haider-Bonus hat diesmal trotzdem kaum geholfen: Die FPK stürzte in Feistritz von 37,3 Prozent auf 12,3 Prozent ab (minus 25 Prozent). Die SPÖ kam auf 49,4 Prozent, ein Plus von 12,4 Prozentpunkten gegenüber 2009. Besonders schlimm für die Haider-Verehrer: Die Grünen kamen in Feistritz auf mehr als zehn Prozent Stimmenanteil.

Dobernig bringt Maria Saal wenig FPK-Vorteil

Auch Landesrat Harald Dobernig, der breiten Öffentlichkeit unter anderem durch diverse Aussagen zu den Kärntner Slowenen ein Begriff, hat in seiner Heimat keinen Bonus für die FPK gebracht: In der Marktgemeinde Maria Saal (Bezirk Klagenfurt-Land) haben die Freiheitlichen mehr als 26 Prozentpunkte verloren und kommen nun auf bescheidene 14,6 Prozent.

Auf Ragger kommt viel Arbeit zu

Der neue Chef der Freiheitlichen, die bald wieder heim ins Strache-Österreich geführt werden, hat ebenfalls keinen Heimatbonus: In Wolfsberg, der Gemeinde von Christian Ragger, kam die FPK bei den Landtagswahlen nur noch auf 20,5 Prozent, ein Minus von mehr als 31 Prozentpunkten. Die Partei wurde damit deutlich von der SPÖ überholt, die auf 39 Prozent kam.

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