Innenministeriums-Auftrag rückt umstrittene G4S ins Rampenlicht

Innenministeriums-Auftrag rückt umstrittene G4S ins Rampenlicht

Zudem wurde bekannt, dass G4S weitere Aufgaben auch in anderen Gefängnissen übernehmen will. In England betreibt das in 130 Ländern aktive Unternehmen mit über 600.000 Mitarbeitern bereits seit 1992 ein privates Gefängnis.

Seit dem Vorjahr wurden in der Grafschaft Lincolnshire sogar Polizeiaufgaben wahrgenommen und ein eigenes Polizeirevier eingerichtet. Allerdings hagelt es Kritik von Menschenrechtsgruppen – vor allem der Tod des angolanischen Schubhäftlings Jimmy Mubenga zeigt Parallelen zum Fall Marcus Omofuma in Österreich, der bis zur Erstickung gefesselt wurde. Konsequenz: Heuer ist G4S für den Negativpreis „Public Eye Award“ nominiert.

Doch in Österreich unterhält das britische Unternehmen, das hierzulande über die Tochter Secure Solutions vertreten ist und 3.000 Mitarbeiter beschäftigt, beste Beziehungen zum Innenministerium. Vor allem in der Ära Strasser wurden diese intensiv gepflegt. Der Ex-Minister saß nach seiner Regierungstätigkeit im Aufsichtsrat. Auch der Sohn des früheren NÖ-Landesrats Ernest Gabmann, mittlerweile im Team Stronach aktiv, fand einst Unterschlupf bei der G4S. Für das Schubhaftzentrum Vordernberg hat man jetzt eine eigene Tochterfirma gegründet, die „Government Solutions GmbH“.

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