"Ich finde das Wahlergebnis gar nicht so schlecht"

"Ich finde das Wahlergebnis gar nicht so schlecht"

Schützenhilfe aus Wien gibt es für SPÖ-Parteichef Werner Faymann nach seinem schwachen Abscheiden beim Parteitag am Samstag.

"Ich finde das Wahlergebnis gar nicht so schlecht", kommentierte Bürgermeister Michael Häupl am Montag im APA-Gespräch das Resultat. "Ich halte die Nervosität, die da jetzt ausbricht, für völlig unangebracht", unterstrich er. Er, Häupl, stehe hinter Faymann: "Absolut, überhaupt gar keine Frage."

Der SPÖ-Bundesparteichef habe vierzig Streichungen mehr bekommen, also vierzig Stimmen weniger, als normalerweise Parteivorsitzende immer bekommen würden, so der Bürgermeister: "Da wird man sich sicherlich einiges überlegen müssen. Aber das jetzt als Katastrophe zu bezeichnen, kann ich in keiner Weise nachvollziehen. Ich halte das für absurd."

Konkret müsse man überlegen, wie man das Diskussionsbedürfnis der Vertrauenspersonen der Partei mit den Erfordernissen einer modernen Medienlandschaft zusammenbringe: "Das läuft ja etwas auseinander und über das bin ich gerne auch bereit, selbst mit nachzudenken. Denn wir brauchen eine gemeinsame Verantwortung und nicht einer allein."

Das Nicht-Erscheinen Faymanns vor dem U-Ausschuss zu den Korruptions- und Inseratenaffären sei "sicher kein Argument" für das Wahlergebnis beim Parteitag gewesen, unterstrich Häupl. Vielmehr gebe es "eine Reihe von Situationen, die natürlich auf einen Parteivorsitzenden zurückfallen". Dabei verwies er auf Maßnahmen der Europäischen Union in der Krise, die für viele nicht nachvollziehbar seien: "Um Banken kümmern war schon notwendig, aber man hätte sich natürlich auch sehr viel mehr um die kleinen Leute kümmern müssen."

Eine Obmanndebatte werde nun - ein Jahr vor der Wahl - "ganz sicher nicht" ausbrechen, versicherte er der APA. "Des können's vergessen und alle Journalistenkollegen mit. Ich meine, wir sind ja keine Selbstmörder", antwortete er auf eine entsprechende Frage. Man habe jetzt anderes zu tun - nämlich, darüber nachzudenken, wie man den Bedürfnissen der Parteibasis nach Diskussion nachkommen könne und sich zum beginnenden Wahlkampf mit dem politischen Gegner auseinanderzusetzen: "Die Zeit der Selbstbeschäftigung ist nicht wirklich gegeben."

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