Hypo startet Reprivatisierung in Südosteuropa

Die notverstaatlichte Kärntner Hypo startet die Reprivatisierung ihres Netzwerks in Südosteuropa.

Verkauft werden sollen sechs Banken und drei Leasinggesellschaften samt der zugehörigen Steuerungseinheit in Österreich. Die Umstrukturierung der Institute in Slowenien, Kroatien, Serbien, Bosnien und Herzegowina sowie Montenegro ist laut Vostandschef Krenebitter "weitgehend abgeschlossen".

Lukrieren wolle man "zumindest die bestehenden Buchwerte von 1,5 Mrd. Euro". Eine Shortlist mit Interessenten soll bis Ende 2012 stehen. Als Verkaufsberater wurde nach mehrmonatigen Verhandlungen die Deutsche Bank gewonnen. "Sie war eindeutig Bestbieter, Vorstand und Aufsichtsrat wurden mit der Entscheidung befasst", erklärte der Vorstandschef.

Nach dem Verkauf müsse das Netzwerk erhalten bleiben. Eine Steuerungsholding für die Region Ex-Jugoslawien in Österreich habe "sonst niemand anzubieten", rührte Kranebitter die Werbetrommel für den Verkauf. Einen Zeitpunkt für den Verkaufsabschluss wollte er aber nicht nennen: "Das wäre Prophetentum." Nun werde der Markt sondiert. "Ende 2012 wollen wir wissen, wie und mit wem wir weiterverhandeln. Dann kann ein Zeitplan fixiert werden."

"Der geplante Verkauf ist lange angekündigt, keine Überraschung", sagte Kranebitter. "Aktuell liegen wir aber vor dem ursprünglichen Zeitplan - um zur Stelle zu sein, wenn der Markt ein Fenster öffnet." Die wirtschaftlichen Verhältnisse seien schließlich schwierig und alle regulativen Vorgaben zu erfüllen. Finden wolle man einen langfristigen Eigentümer "der vielleicht auch mit dem Namen Hypo weiter arbeitet und die gesamte 'Marktcoverage' umsetzen kann".

Auch wolle man dem Eigentümer - der Republik Österreich - und der EU zeigen, dass man zu den Verkaufsplänen stehe "und dem österreichischen Steuerzahler wieder etwas von seinem Geld zurückgeben will". Die EU-Kommission stehe dem Verkauf positiv gegenüber, "weil sie das gerade in einer Situation mit Staatsbeihilfen verlangt", sagte Kranebitter.

APA

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