Hypo-Kauf – Anklage ortet Falschangaben in Kärntner U-Ausschuss

Hypo-Kauf – Anklage ortet Falschangaben in Kärntner U-Ausschuss

Das berichtet "Der Standard" (Donnerstag) mit Verweis auf die deutsche Anklageschrift. Tilo Berlin war am 26. April 2007 mit 1. Juni 2007 zum Vorstandschef der Ende 2009 notverstaatlichten Kärntner Bank bestellt worden. Die Bayern hätten den Hypo-Kauf "sonst nicht gemacht", sagte Ex-Grawe-Manager Siegfried Grigg laut der Zeitung aus. Im Kärntner U-Ausschuss ortet die Anklage mögliche falsche Angaben.

"Unter normalen Umständen hätte der Aufsichtsrat der Hypo keine Veranlassung gehabt, derartigen Wünschen im vorauseilenden Gehorsam zu entsprechen", zitiert die Zeitung die Interpretation des Vorgangs seitens der deutschen Ankläger.

Die Kaufverträge seien laut Anklage ohne "substantielle Absicherungen" erfolgt. Der damalige BayernLB-Chef Werner Schmidt, einer der in München Angeklagten, sei von mehreren Seiten unter Erfolgsdruck gestanden. BayernLB-Verwaltungsratschef Kurt Faltlhauser soll ihm signalisiert haben, "dass man nicht noch einmal am Preis scheitern solle (...) und versuchen solle, das Ding (die Hypo, Anm.) zu bekommen". Schmidt sagte den Ermittlern laut Zeitung, die auf die Anklageschrift verweist, dass "die Drohung von Berlin & Co immer der Börsegang der Hypo" gewesen sei. Schmidt selbst habe einen Hypo-Börsegang 2008 "noch für möglich gehalten".

Schon 2006 habe es erste Kontakte zwischen Schmidt, Tilo Berlin und dem damaligen Hypo-Chef Wolfgang Kulterer zum Thema Hypo Alpe Adria Bank gegeben. Berlin & Co war zum Jahresende 2006 in die Hypo eingestiegen. Für alle Genannten gilt die Unschuldsvermutung.

Die bayerische Anklage vermutet auch, es habe womöglich eine Sprachregelung der drei Manager gegeben, "im Kärntner U-Ausschuss (zur Hypo-Causa, Anm.) falsch anzugeben, dass das Thema Hypo-Erwerb für die Bayern erst ab Ende Februar 2007 begonnen habe. (...) Ob sich Schmidt dafür vor einem österreichischen Gericht verantworten muss, bleibt abzuwarten", zitiert "Der Standard" aus der Anklageschrift.

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