Hypo-Insolvenz kostet Österreich bis 2016 26 Milliarden Euro

Hypo-Insolvenz kostet Österreich bis 2016 26 Milliarden Euro

Die Hypo-Insolvenz kostet Österreich direkt 16 Milliarden Euro, bis 2016 sogar 26 Milliarden Euro. 26 Milliarden sind ein Neuntel der Staatsschulden Österreichs oder auch der Betrag, den es braucht, um über 14.000 junge Menschen zu Medizinern auszubilden.

Klagenfurt. Zusammengerechnet würde eine Hypo-Insolvenz einen volkswirtschaftlichen Schaden von rund 26 Mrd. Euro bis 2016 verursachen. Das schrieb das "profil" im Dezember. Eine ungeordnete Abwicklung der staatlichen Problembank Hypo Alpe Adria soll laut Nationalbank direkt 16 Milliarden Euro kosten, schreibt nun der "Standard".

Zudem seien Zusatzkosten von 6 bis 8 Milliarden Euro zu erwarten - in erster Linie wegen gesteigerter Refinanzierungskosten heimischer Großbanken, wie das Nachrichtenmagazin "profil" im Dezember berichtet hatte. Die 16 Mrd. Euro hat die Bank laut "Standard" in ihrem Abwicklungsplan geschätzt, der Wert erscheine der Nationalbank "nicht unplausibel".

"Selbst wenn der Bund die Haftungen des Landes Kärnten (zuletzt bei 12,5 Mrd. Euro) nicht unmittelbar übernehmen sollte, wäre zu befürchten, dass eine durch ein Schlagendwerden der Haftungen potenziell ausgelöste Insolvenz des Landes Kärnten auch für den Bund und andere Gebietskörperschaften Zusatzbelastungen in Milliardenhöhe zur Folge hätte", hatte das "profil" aus dem Brief zitiert.

Die abzuwickelnden Vermögenswerte der Hypo belaufen sich wie mehrfach berichtet auf 19 Milliarden Euro. Eine ungeordnete Abwicklung "wäre mit erheblichen Risiken sowie einem hohen Schadenspotenzial verbunden", zitiert die Tageszeitung aus einem Schreiben der Notenbankspitze ans Finanzministerium im Dezember. Die Argumente der Notenbanker aus dem Brief finden sich demnach aktualisiert auch im Endbericht der Hypo-Taskforce an die Regierung wieder - die Hypo-Taskforce ist gegen die Pleite, weil bei dieser, wie deren Chef Klaus Liebscher erst gestern erneut wissen ließ, die Risiken "sehr hoch" seien.

"Daher wurde ein solches Modell (Insolvenz, Anm.) als Handlungsoption in dem der Regierungsspitze übermittelten Abschlussbericht der Task Force nicht empfohlen", so Liebscher gestern.

Eine Insolvenz wäre "die schlechteste aller Optionen", sagte ein Sprecher von Finanzminister Michael Spindelegger (ÖVP). Die Option sei nicht auszuschließen, wenn alle Stricke reißen. Eine Insolvenz sei aber "die letztgereihte" unter den möglichen Optionen, so der Sprecher.

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