Hochwasser in Österreich: Lage in Tirol entspannt sich – Kössen ohne Strom

Hochwasser in Österreich: Lage in Tirol entspannt sich – Kössen ohne Strom

Der Regen in Tirol lässt nach, auch die Pegelstände der Flüsse gehen zurück. Die Aufräumarbeiten können sukzessive anlaufen. Die Einsatzkräfte mussten gebietsweise aber auf den Rückgang des Wassers warten. Nach wie vor gingen bei der Landeswarnzentrale aber vereinzelt Meldungen über Erdrutsche und Muren ein.

Der massiv vom Hochwasser betroffene Ort Kössen im Bezirk Kitzbühel war auch Montagvormittag ohne Strom. Die Verantwortlichen der Tiwag rechneten damit, das Gebiet bis Mittag zumindest zum Teil wieder mit Strom versorgen zu können. Betroffen waren rund 1.500 Haushalte.

Prekär war nach wie vor die Verkehrssituation. Auf den Schienen war Tirol nur mehr von Vorarlberg aus erreichbar, nachdem ein Murenabgang die Brennerbahnstrecke in der Nacht auf Montag lahmgelegt hatte. Der Erdrutsch war gegen 1.30 Uhr abgegangen. Ein Zug der Rollenden-Landstraße (RoLA) war wegen des Murenabganges entgleist. Verletzt wurde niemand. Die Aufräumarbeiten dauerten an.

Ein Zugverkehr über das deutsche Eck war ebenfalls nicht möglich. Der deutsche Streckenabschnitt nach Kiefersfelden war gesperrt. Laut ÖBB war wegen Straßensperrungen vorerst auch kein Ersatzverkehr möglich. Auch die Strecke Hochfilzen bis Schwarzach St. Veit (Salzburg) war nach massiven Vermurung im Bereich Taxenbach gesperrt. Ersatzverkehr war ebenfalls keiner möglich.

Auch die Straßensperren waren nach wie vor zahlreich. Gesperrt wegen Murenabgängen oder Überflutungen waren die Pass Thurn Straße (B161) zwischen Mittersill und Jochberg, die Hochkönig Straße (B164) zwischen St. Johann und Fieberbrunn,die Brixental Straße (B170) zwischen Hopfgarten und Kirchberg, die Tiroler Straße (B171) zwischen Kiefersfelden und Wörgl, die Walchsee Straße (B172) zwischen Reit im Winkl und Waidach, die Kössener Straße (B176) in Kössen sowie die Loferer Straße (B178) zwischen Kirchdorf und Lofer. Außerdem waren zahlreiche Landesstraße gesperrt.

Weiter fieberhafte Suche nach Vermisstem in Vorarlberg

Die am Sonntagabend abgebrochene Suche nach einem vermissten 58-jährigen Vorarlberger ist Montag früh wieder aufgenommen worden. Zahlreiche Einsatzkräfte durchkämmten weiter das Gebiet rund um den Koblacher Kanal in Mäder (Bezirk Feldkirch). Es wird befürchtet, dass der 58-Jährige in der Nacht auf Sonntag in den Kanal gestürzt ist.

Bei den Einsatzkräften ließ man nichts unversucht, den Mann aus Götzis (Bezirk Feldkirch) zu finden. Neben der Polizei - mit Hundestaffel und Helikopter - waren an der Suchaktion auch die Wasser- und die Bergrettung sowie viele freiwillige Helfer beteiligt.

Vorarlberg hat hinsichtlich der Hochwassersituation bereits am Sonntagabend Entwarnung gegeben, nachdem der Regen im Tagesverlauf deutlich nachgelassen hatte. Am Samstag und Sonntag leisteten die Feuerwehren mehr als 1.300 Einsätze. Es war zu zahlreichen Murenabgängen und lokalen Überschwemmungen gekommen. Am Montag waren aber bereits beinahe alle Straßen wieder befahrbar.

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