Handel: Die Russen bleiben aus

Handel: Die Russen bleiben aus

Erschreckend ruhig geht es derzeit in manchen Nobelboutiquen in der Wiener Innenstadt zu. Der Grund: Gut betuchte russische Touristen brechen als Kundengruppe weg, seit die EU wegen der Ukraine-Krise Sanktionen ausgesprochen hat.

„Wir spüren eine deutliche Abnahme der Frequenz an russischen Kunden“, sagt Rainer Trefelik, Inhaber des Luxusmodehauses Popp & Kretschmer. Manche Shopinhaber berichten von bis zu 30 Prozent Umsatzminus in den vergangenen Monaten. „Die Russen sind sehr emotional. Wenn sie das Gefühl haben, irgendwo nicht gerne gesehen zu sein, beeinflusst dies das Reise- und Einkaufsverhalten“, meint Peter Bernert, Eigentümer des Nobelgeschäfts Paul & Shark am Graben. Auch Bernerts Umsätze sind um ein Viertel zurückgegangen.

„Wir nehmen die Situation sehr ernst“, sagt Erwin Pellet von der Wirtschaftskammer Wien. Laut Schätzungen der Kammer geben russische Touristen jährlich rund 60 Millionen Euro bei Wiener Handelsbetrieben aus. Und mit mehr als 700.000 Nächtigungen waren sie im vergangenen Jahr nach den Deutschen und Österreichern die drittwichtigste Touristengruppe in Wien – und die am schnellsten wachsende. Alarmierend: Alleine im März fielen die Nächtigungszahlen um fast zehn Prozent. Einige Innenstadt- Händler überlegen nun, in Moskau eine Imagekampagne für Wien zu starten. „Wien ist kein Selbstläufer. Es wäre fahrlässig, wenn man keine Werbung macht“, sagt Trefelik.

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