GÖD will mehr Geld und droht mit Beamtendemo, Ostermayer vermittelt

GÖD will mehr Geld und droht mit Beamtendemo, Ostermayer vermittelt

Die Gewerkschaften planen für den Mittwoch eine Demonstration vor dem Bundeskanzleramt am Ballhausplatz. Sie fordern weiterhin eine Gehaltserhöhung von 2,3 Prozent. Ministerin Heinisch-Hosek bietet ein Prozent plus eine Einmalzahlung von 0,5 Prozent. Der künftige Beamten-Minister Josef Ostermayer versucht zu vermitteln.

Wien - Wegen der stockenden Gehaltsverhandlungen planen die Beamten am Mittwochnachmittag eine Großdemonstration am Ballhausplatz in Wien. Erwartet werden dazu mehrere Tausend Beschäftigte aus ganz Österreich und aus allen Bereichen des öffentlichen Dienstes.

In der letzten Verhandlungsrunde am vergangenen Dienstag hatte Beamten-Ministerin Gabriele Heinisch-Hosek eine Gehaltserhöhung von einem Prozent plus eine Einmalzahlung von 0,5 Prozent angeboten. Die Gewerkschaft beharrt zumindest auf einer Abgeltung der Inflation von 2,3 Prozent und verlangte ein Gespräch mit Bundeskanzler Werner Faymann und Vizekanzler Michael Spindelegger. Sollte es vor dem Mittwoch doch noch eine Einigung mit der Regierung geben, könnte die Demonstration auch noch abgesagt werden, betonen beide Gewerkschaften. Das könnte nun passieren. Der designierte Beamten-Minister Josef Ostermayer hat der GÖD am Samstag eine zeitnahe Verhandlungsrunde mit Faymann und Spindelegger in Aussicht gestellt. Ein konkreter Termin wurde nicht genannt, allerdings soll es noch vor dem Nationalratsplenum am Dienstag zu dem Gespräch kommen.

Wien droht Verkehrschaos

Organisiert wird die Kundgebung vor dem Bundeskanzleramt von der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst (GÖD) gemeinsam mit der Gewerkschaft der Gemeindebediensteten (GdG). Ein Großteil der Teilnehmer aus den Bundesländern wird mit Bussen anreisen, hieß es dazu in der GÖD. Deshalb könnte es in Wien zu größeren Verkehrsstaus kommen. Die Frage der Parkplätze für die Busse müsse noch geklärt werden. Man habe zwar Züge vorreserviert, die ÖBB hätten allerdings nicht genügend Kapazitäten, um alle Teilnehmer nach Wien zu bringen, erläuterte ein Gewerkschaftssprecher.

Wie viele Demonstranten genau erwartet werden, will die GÖD nicht sagen, man rechnet mit "mehreren tausend" Personen. Zu hören werden sie bei der Kundgebung Reden der beiden Gewerkschaftschefs Fritz Neugebauer und Christian Meidlinger bekommen. Außerdem sollen betroffene Beschäftigte zu Wort kommen.

Neben den Gehaltsverhandlungen protestieren die Beamten aber auch gegen den Bruch der sozialpartnerschaftlichen Gepflogenheiten durch die Regierung beim Beschluss des Lehrerdienstrechtes sowie die angespannte Personalsituation in vielen Bereichen in Folge des fortgesetzten Aufnahmestopps.

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