Geht Hypo-Chef Kranebitter?

Geht Hypo-Chef Kranebitter?

Kranebitters Konzepte, zum Beispiel für eine Bad Bank, wurden vom Finanzministerium lange ignoriert. Zu lange?

Der Chef der Kärntner Hypo Alpe-Adria, Gottwald Kranebitter, war schon stinksauer, als ihm sein Gehalts-Bonus für 2012 verwehrt wurde. Aufsichtsratspräsident Johannes Ditz hatte die Auszahlung unter Hinweis auf die Politik verweigert. Seit nun der Streit zwischen Brüssel und Österreich über die Hypo-Strategie eskaliert, ist Kranebitters Lust, weiter für die Bank tätig zu sein, nicht unbedingt gewachsen.

Im Umfeld des Unternehmens wird heftig spekuliert, dass der Hypo-Boss bereits in diesem Sommer seinen Job an den Nagel hängen könnte, auch wenn das offiziell naturgemäß nicht bestätigt wird. Es verdichtet sich, dass die Bank bald einen neuen Chef-Abwickler braucht.

Verdenken könnte man es dem Manager nicht. Die zuständige Finanzministerin Maria Fekter weigerte sich standhaft, vor den Wahlen im Herbst die Probleme der Hypo – Stichwort: Gründung einer Bad Bank – anzugehen. Jetzt wird sie von Brüssel deswegen unter einen enormen Zeitdruck gesetzt. Mit möglicherweise fatalen Folgen für die Bank: In der bevorstehenden Halbjahresbilanz müssten die Töchter in Osteuropa und Italien um weit über eine Milliarde Euro abgewertet werden, wenn die Hypo bis Jahresende abgewickelt sein muss. Den Bilanzverlust müsste der Staat ausgleichen.

Aber selbst wenn die EU Aufschub gewährt, sind hunderte Millionen an Abschreibungen wohl unvermeidlich. Für die Organe der Bank ist weiterer Zoff mit der Politik vorprogrammiert.

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