Frank Stronach macht sich langsam aus dem Staub

Frank Stronach macht sich langsam aus dem Staub

Frank Stronach wird sich laut seiner Stellvertreterin Kathrin Nachbaur langsam aus der Partei zurückziehen. Das geht aus einem Schreiben der designierten Klubobfrau des Team Stronach hervor, berichten mehrere Zeitungen am Donnerstag. Aus der Partei war auf Anfrage der APA dazu vorerst keine Stellungnahme zu erhalten.

In dem Partei-"Newsletter", den der Online-"Standard" in ganzer Länge wortwörtlich zitiert, heißt es: "Er (Stronach, Anm.) hat selbst gesagt, er wird sich langsam zurückziehen, aber uns weiterhin, vor allem was seine Wirtschaftskompetenz anbelangt, hilfreich mit Rat und Tat zur Seite stehen", schreibt Nachbaur laut "Standard. Sein Nationalratsmandat werde Stronach aber wie angekündigt annehmen "und ins Parlament einziehen".

Auch auf die personellen Änderungen in der Partei nimmt Nachbaur Bezug: Stronachs Ziel sei immer gewesen, "dass er eine Struktur aufbaut, die langfristig auch ohne seine finanzielle Unterstützung lebensfähig ist. Dieser Plan wird nun umgesetzt und daraus resultieren auch die Umstrukturierungen, die in den letzten Tagen stattgefunden haben. Unser gemeinsames Ziel ist es, eine gesunde und lebensfähige Partei, frei von einem überzogenen Funktionärsapparat, aufzustellen. Leistung, Effizienz und vor allem Bürgernähe stehen hierbei im Vordergrund."

Auch räumt Nachbaur ein, sich beim Urnengange mehr erwartet zu haben: "Es stimmt schon, dass wir mit dem erreichten Wahlergebnis nicht vollends zufrieden sind. Jedoch hält uns dieser Umstand nicht davon ab, umgehend unsere Arbeit aufzunehmen und an Verbesserungen zu arbeiten." Zu den derzeitigen Umstrukturierungen schrieb Nachbaur weiters: "Wir verbessern unsere Strukturen, werden demokratischer und wollen durch unser Beispiel vorleben, wie gesunde Politik funktionieren kann."

3,6 Mio. Euro als Parteispende gemeldet

Das Team Stronach hat am Donnerstag weitere 3,6 Mio. Euro an Parteispenden beim Rechnungshof gemeldet, das gab der RH auf seiner Homepage bekannt. Partei-Anwalt Krüger sagte gegenüber der APA, diese 3,6 Mio. Euro seien ursprünglich Teil eines 13,6 Mio. Euro-Darlehens an die Partei gewesen und wurden nun in eine Spende umgewandelt. Dieser Teil ist nun nicht mehr zurückzuzahlen und wurde daher als Spende an den RH gemeldet.

Insgesamt hat der Parteigründer bisher 23,1 Mio. Euro in das "Team Stronach" investiert - das hatte Krüger bereits Anfang der Woche bekannt gegeben. Rund 9,5 Mio. Euro sind bereits bisher als Parteispenden deklariert gewesen (und auf der Homepage des Rechnungshofs veröffentlicht). Die 13,6 Mio. Euro flossen bisher als (nicht deklarierungspflichtige) Darlehen. Zehn dieser Darlehensmillionen fordert Stronach von der Bundespartei zurück, die restlichen 3,6 Mio. Euro wurden nun in eine Parteispende umgewandelt und als solche auch gemeldet.

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