"Frank Stronach hat seinen Elchtest bestanden"

"Frank Stronach hat seinen Elchtest bestanden"

Geht es nach den Meinungsforschern ist der bei den Landtagswahlen in Kärnten und Niederösterreich gestern, Sonntag, absolvierte Testlauf des Team Stronach geglückt.

"Stronach hat seinen Elchtest bestanden", meinte etwa David Pfarrhofer (market). Für OGM-Chef Wolfgang Bachmayer wurde das Team Stronach "eindrucksvoll" von den Wählern legitimiert. Die Experten sind sich einig, dass sowohl SPÖ als auch ÖVP bei den Landtagswahlen einen Schub für die Nationalratswahl im Herbst mitgenommen haben.

Für ein "Knallen der Sektkorken" sei es aber noch zu früh, so Pfarrhofer. Denn die Wahlen im Herbst würden unter anderen Vorzeichen geschlagen. Die Ergebnisse am gestrigen Sonntag seien ein wichtiges Signal für die jeweils eigenen Funktionäre, mehr aber auch nicht. "Die Wahlen in Niederösterreich hat Landeshauptmann Erwin Pröll und nicht Vizekanzler Michael Spindelegger gewonnen", so der Experte. Bei den Freiheitlichen müssten nun die Alarmglocken schrillen. "Immerhin hat die FPÖ gleich zweimal eine Ohrfeige bekommen", betonte Pfarrhofer.

Das BZÖ habe zwar am "Heimmarkt" - in Kärnten - reüssieren können, für den Herbst heißt das laut dem Experten aber noch gar nichts. Die Chancen für die Nationalratswahl seien nicht großartig gestiegen. Die Grünen fuhren zwar ein erfreuliches Ergebnis ein, was aber bleibe sei der Beigeschmack, dass sie die politische Arbeit nicht immer auch in Erfolge ummünzen könnten, argumentierte der Meinungsforscher. Denn die Grünen hätten überproportional für die Aufklärung der Skandale in Kärnten gesorgt, dafür aber nicht entsprechend viele Stimmen geerntet.

OGM-Chef Bachmayer wertete die Wahlausgänge als Erfolg für SPÖ und ÖVP: "Die Ergebnisse geben sicherlich Anlass zur Freude." Zugleich sei ein allzugroße Jubelstimmung aber verfrüht, denn in absehbarer Zeit - am 5. Mai - werde in Salzburg gewählt. Und dort könnte die FPÖ nach der Wahl sowohl für die SPÖ als auch für die ÖVP als Königsmacher fungieren. So könnte sich für Bundeskanzler Werner Faymann (S) die Zwickmühle ergeben, dass die Maxime "keine Zusammenarbeit mit der FPÖ" aufgegeben werden müsste, um den LH-Sessel zu halten, so Bachmayer.

Das Team Stronach sei durch die Wahlerfolge von einem Medienphänomen zu einer vom Wähler legitimierten Partei aufgestiegen. "Jetzt könnte Frank Stronach politische relevante Mitstreiter gewinnen, die sich bisher bedeckt hielten". Das Weiterleben des BZÖ sei zwar vorerst gesichert - aber: "Kärnten ist nicht Österreich", merkte Bachmayer an.

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